Deutsche Netzagentur bespricht Vorbereitung auf Gaskrise

18. März 2022, Bonn/Kiew/Moskau

Für den Fall einer Gasversorgungskrise führt die deutsche Bundesnetzagentur Gespräche zur Krisenvorbereitung mit Industrie und Energiewirtschaft. Anlass der Gespräche sei die Vorbereitung für den Fall unvermeidbarer Abschaltungen der Industrie, teilte die Behörde am Freitag in Bonn mit. „Haushaltskunden unterliegen in einer solchen Situation einem besonderen gesetzlichen Schutz und werden vorrangig versorgt“, betonte ein Sprecher. Die gleiche Priorität gilt in Österreich.

Zu den Details der Gespräche machte der Sprecher keine Angaben. Zuvor hatten „Spiegel“ und „Handelsblatt“ über die Gespräche berichtet. Gaslieferungen nach Europa durch Pipelines sind bisher nicht von den Sanktionen gegen Russland betroffen.

Laut „Handelsblatt“ wird unter Federführung der Bundesnetzagentur bereits überlegt, welche Unternehmen im Notfall als erstes vom Netz genommen werden sollen. Am Freitag hätten sich dazu Vertreter der Bundesnetzagentur und des Wirtschaftsministeriums mit Vertretern des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft getroffen. Aber auch einzelne Unternehmen seien schon eingebunden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Branchen- und Regierungskreise.

APA/dpa

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