D – Finanzminister befürwortet Gasförderung in der Nordsee

7. April 2022, Berlin/Kiew (Kyjiw)/Moskau
Deutschlands Finanzminister Christian Lindner - Duisburg, APA/dpa

Der deutsche Finanzminister Christian Lindner (FDP) setzt sich angesichts des Ukraine-Kriegs für die Gas- und Ölförderung in der Nordsee ein. „Um es klar zu sagen: Ich halte die Festlegung des Koalitionsvertrages, dass wir in der Nordsee nicht mehr Öl und Gas fördern wollen und keine neuen Felder explorieren wollen, für aus der Zeit gefallen“, sagte der Politiker dem Magazin „The European“. Deutschland habe Rohstoffreserven, die bisher nicht genutzt würden.

Die heimische Öl- und Gasexploration habe wegen des gestiegenen Energiepreisniveaus eine andere Wirtschaftlichkeitsprognose als zuvor vermutet. „Insbesondere mit den Niederländern müssen wir schauen, was da in der Nordsee konkret geht“, sagte Lindner.

Das niederländische Unternehmen One-Dyas will nahe dem Wattenmeer an der deutschen Hoheitsgrenze bei Borkum eine Gasförderplattform bauen, die rund zwei Milliarden Kubikmeter Gas jährlich fördern können soll. Die rot-schwarze Landesregierung hatte sich im vergangenen Sommer zunächst gegen das Vorhaben positioniert. Angesichts der Unsicherheiten bei der Energieversorgung durch den Krieg in der Ukraine rückte sie von dieser Position ab und sprach sich für eine Neubewertung aus.

APA/dpa-AFX

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