Deutschland will über 2 Mrd Euro in LNG-Terminals stecken

15. April 2022, Kiew (Kyjiw)/Moskau
Deutschland stärkt LNG-Anstrengungen - Dortmund, APA/AFP

Die deutsche Bundesregierung will in den nächsten zehn Jahren für bis zu 2,5 Mrd. Euro vier schwimmende Flüssiggas-Terminals anmieten und betreiben lassen. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hervor, aus dem das Nachrichtenportal „The Pioneer“ am Donnerstag zitierte. Das Ministerium bestätigte den Versand des Schreibens.

Ziel sei der Import von LNG zur Sicherung der Gasversorgung für Deutschland, zitierte „The Pioneer“ weiter. Es gehe um die „Anmietung von vier schwimmenden Speicher- und Regasifizierungseinheiten“, die Ausgaben für ihren Betrieb über einen Zeitraum von zehn Jahren sowie um die erforderliche Infrastruktur an Land.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warf der Regierung fehlende Transparenz bei dem Vorhaben vor. „Gerade klimaschädliche Großprojekte wie neue fossile Gas-Terminals müssen in einem öffentlichen und transparenten Verfahren auf ihre Umwelt- und Klimaauswirkungen geprüft werden“, verlangte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. Deutschland dürfe sich durch die Terminals nicht wieder „in eine fossile Falle“ begeben, „die neue Abhängigkeiten schafft und die Klimaziele in Gefahr bringt“.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

APG beklagt hohe Auslastung der Stromnetze

26. Feber 2024, Wien
Netze stöhnen unter der steigenden Last
 - Rommerskirchen, APA/dpa

LNG-Terminal Mukran auf Rügen hat Probebetrieb aufgenommen

26. Feber 2024, Berlin
LNG-Tanker läuft in Mukran ein
 - Sassnitz-Mukran, APA/dpa

Katar will Produktion von Flüssiggas deutlich steigern

26. Feber 2024, Doha
QatarEnergy-CEO Saad al-Kaabi
 - Doha, APA/AFP

SPÖ und NEOS fordern Unabhängigkeit von Russen-Gas

23. Feber 2024, Wien
Russsiches Gas: Abhängigkeit weiter zu hoch
 - Stuttgart, APA/AFP