Erneuerbaren-Verband kritisiert Werbung für Gasheizungen

20. April 2022, Wien

Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) hat neuerlich kritisiert, dass einige Landesenergieversorger den Einbau neuer Gasheizungen bewerben. „Die Landeshauptleute müssen endlich ihre Verantwortung als Eigentümervertreter übernehmen“, forderte EEÖ-Geschäftsführerin Martina Prechtl-Grundnig am Mittwoch in einer Aussendung. Sie dürften solche Werbungen nicht mehr zulassen und den Einbau neuer Gasheizungen unterbinden.

„Ungeniert werden auf diversen Websites der Landesenergieversorgungsunternehmen noch der Einbau von Gasheizungen beworben und Erdgas als Sorglos-Energie angepriesen sowie Neukunden von Gasheizungen mit Rabatten gelockt“, empörte sich Prechtl-Grundnig. „Sogar mit Attributen wie ‚kostengünstig‘ und ‚umweltschonend‘ wird geworben.“ Dass es sich dabei um Investitionen in ein Auslaufmodell handle, werde aber nicht erwähnt.

Noch letzte Woche hätten etwa die Energie Netze Steiermark mit „Heizöl raus, Gas rein!“ geworben, die VKW Vorarlberg mit „VKW Erdgas, die natürliche und bequeme Energie. Auf Knopfdruck erhältlich, sehr sparsam und umweltschonend“, die Energie Burgenland mit „Sorglos-Paket Gasheizung, effiziente und kostengünstige Wärmeversorgung“ oder die TIGAS mit Neukundenrabatten für Kunden, die im Jahr 2022 erstmalig Gas beziehen.

Solche Werbungen würden mitunter auch von den Webseiten verschwinden, „das Problem ist nur, dass sich an den Ausrichtungen der Geschäftstätigkeiten und den Geschäftspraktiken damit noch rein gar nichts ändert“, so Prechtl-Grundnig. Es sei „die Verantwortung der Landeshauptleute als Eigentümervertreter, entschlossen vorzugehen und derartige Werbungen nicht mehr zuzulassen, vielmehr dafür zu sorgen, dass keine neuen Gasheizungen mehr eingebaut werden“.

APA

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