EU-Kommission sucht selbst nach alternativen Öllieferanten

20. April 2022, Kiew (Kyjiw)/Moskau

Die Europäische Kommission arbeitet daran, die Verfügbarkeit alternativer Energielieferungen zu beschleunigen, um die Kosten für ein Verbot von russischem Öl zu senken. Damit sollten Deutschland und andere EU-Staaten davon überzeugt werden, ein Ölembargo gegen Russland zu akzeptieren, sagte ein EU-Insider am Mittwoch Reuters.

In der Debatte über ein sechstes EU-Sanktionspaket gegen Russland drängten einige EU-Länder auch auf andere neue Beschränkungen. Dazu gehört der Ausschluss von Russlands Top-Kreditgebern Sberbank und Gazpromneft aus dem internationalen SWIFT-Zahlungssystem, der Stopp der Importe von Kernbrennstoff aus Russland, das Verbot weiterer russischer Nachrichtensender, die Aussetzung von Visa für Russen sowie eine schwarze Liste zusätzlicher Personen und Unternehmen, die mit dem Kreml verbunden sind. Eine Verständigung im Kreis der 27 EU-Regierungen gibt es dazu nicht.

Die EU-Kommission will nun ihrerseits ebenfalls nach anderen Lieferländern für Öl schauen. Auch die Vorsitzenden des Europa-, Außen- und Verteidigungsausschusses im Bundestag hatten ein „schnellstmögliches“ Ölembargo gefordert.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Xiaomi erhöht Absatzprognose für seine E-Autos

23. Mai 2024, Peking
Xiaomi-Hauptquartier in Nanjing
 - Nanjing, APA/AFP

Erdgasversorgung der EU auch ohne Russland-Importe gesichert

23. Mai 2024, Berlin
Versorgungssicherheit auch bei weiterhin hohem Verbrauch gewährleistet
 - Wien, APA/DPA

OMV warnt vor drohender Pfändung von Zahlungen an Gazprom

22. Mai 2024, Wien
OMV-Geld für Gazprom könnte gepfändet werden
 - Wien, APA/THEMENBILD

EU-Strommarktreform beschlossen

21. Mai 2024, Brüssel
Ausufernde Preise sollen hintangehalten werden
 - Algermissen, APA/dpa