Deutsche Netzagentur wappnet sich für Gas-Engpass

21. April 2022, Düsseldorf
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Die deutsche Bundesnetzagentur bereitet sich mit einer umfassenden Untersuchung zum Gasverbrauch auf eine Verschlechterung der Versorgungslage vor. Bis 28. April würden Daten von Gasnetzbetreibern und im Mai von Unternehmen mit einem großen Gasverbrauch erhoben, teilte die deutsche Behörde am Donnerstag mit. Ziel sei es, der Netzagentur Daten für den Fall einer deutlich verschlechterten Gasversorgungslage in Deutschland oder EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung zu stellen.

In einer solchen Lage wäre es Aufgabe der Behörde, den Gasverbrauch zu regeln. Mit den Daten, die in eine Sicherheitsplattform einfließen würden, sollten die Folgen für die Verbraucher besser eingeschätzt werden. „Wir bereiten uns intensiv auf eine Lage vor, in der die Bundesnetzagentur Lieferreduzierungen von großen Gasverbrauchern verfügen muss. Gleichzeitig tun wir alles, damit diese Situation nicht eintritt“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller.

Russland hat im Zuge des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen des Westens mit einem Stopp seiner Gaslieferungen nach Deutschland gedroht. Die deutsche Regierung hatte kürzlich die erste von insgesamt drei Stufen eines Notfallplans eingeleitet. Die Bundesnetzagentur hat eine Schlüsselrolle für den Fall, dass der Gasverbrauch nicht mehr voll gedeckt ist. Müller hatte in einem „Zeit“-Interview im Falle eines Gasmangels „den uneingeschränkten Schutz“ privater Haushalte infrage gestellt. Bisher waren zunächst Einschränkungen für die Wirtschaft vorgesehen.

APA/ag

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