Energie Steiermark 2021 erneut mit deutlich weniger Gewinn

21. April 2022, Graz
41790348466542594_BLD_Online

Bei der Energie Steiermark ist im Geschäftsjahr 2021 „aufgrund der krisenhaften Situation“ das operative Ergebnis (EBIT) von 73,5 Mio. Euro (2020) erneut stark gesunken und auf 30,6 Mio. Euro gefallen. Der Ergebnis nach Steuern sank auf 47,9 (66,7) Mio. Euro. Der Umsatz stieg jedoch von knapp 1,59 (2020) auf fast 1,81 Mrd. Euro. Die Dividende für das Land Steiermark und den australischen Infrastrukturfonds Macquarie ging auf 48 Mio. Euro leicht zurück (2020: 50 Mio. Euro).

Wie in einer Aussendung am Donnerstag mitgeteilt wurde, verfüge die Energie Steiermark mit einer Bilanzsumme von 5,2 Mrd. Euro über eine „solide Basis für weitere Investitionen“. Zudem sei das Rating von Standard & Poors („A“) gehalten worden. Die teilweise dramatisch gestiegenen Beschaffungskosten für Elektrizität und Erdgas auf den internationalen Energiebörsen hätten das Ergebnis aber deutlich eingetrübt. So hat sich etwa der Preis für Erdgas um ein Vielfaches erhöht.

„Trotz eines überaus turbulenten Umfeldes ist es jedoch gelungen, durch frühzeitige Sicherung von Energiemengen in den vorangegangenen Jahren die historischen Entwicklungen an den Energiebörsen 2021 abzufedern und nur teilweise an die Kundinnen und Kunden weitergeben zu müssen“, sagte Vorstandssprecher Christian Purrer. Er wies aber darauf hin, dass die Verwerfungen der Märkte bis dato noch nicht voll bei den Endverbraucherinnen und -verbrauchern angekommen seien.

Der Stromverkauf der Energie Steiermark sank 2021 von 23.292 auf 22.825 Gigawattstunden (GWh). Der Erdgasverkauf wuchs von 14.260 auf 16.106 GWh. Der Fernwärmeverkauf im Inland stieg auf 1.632 (1.487) GWh, jener im Ausland auf 608 (570) GWh.

Am Rande der Hauptversammlung wurde auch bekannt gegeben, dass der Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung im Mai in Abstimmung mit den Eigentümern die Verträge beider Vorstände, Purrer und Martin Graf, bis März 2025 verlängern wird. Aufsichtsratspräsident Josef Mülner begründete das vor allem mit der „Notwendigkeit einer erfolgreichen und stabilen Weiterentwicklung des Unternehmens vor dem Hintergrund einer weltweit krisenhaften Gesamtsituation“. Mülner wird sein Amt im Dezember 2022 anlässlich seines 75. Geburtstages zurückzulegen.

2021 flossen laut der Aussendung 186,4 Mio. Euro in den Ausbau und die Instandhaltung von Projekten im Bereich Erneuerbare Energie, über 120 Mio. Euro in den Ausbau intelligenter Netz-Infrastruktur, um vor allem grünen Strom aus Photovoltaik-Anlagen einspeisen zu können. „Diese Rekord-Investition ist Teil unserer Strategie, die Abhängigkeit von internationalen Märkten zu verkleinern“, erklärte Purrer.

Positiv habe sich die Qualifizierungs-Offensive im Unternehmen ausgewirkt: Der 2020 neu eröffnete „E-Campus“ sorgte für eine deutliche Zunahme der jungen Fachkräfte. 2021 absolvierten bereits 100 Jugendliche ihre Lehre im neuen Ausbildungszentrum. Die Erweiterung des Portfolios im Bereich Innovation und Erneuerbare Energie habe auch zu einer Aufstockung des Gesamt-Personalstandes geführt: 2021 wurde das Team auf 1.938 MitarbeiterInnen (2020: 1.882) erweitert.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

KfW könne nach Anteil an EnBW-Netztochter greifen

8. Feber 2023, Frankfurt/Berlin/Karlsruhe

Verbund kooperiert mit VAE-Firma bei grünem Wasserstoff

8. Feber 2023, Wien/Abu Dhabi
Strugl: "H2 ändert Spielregeln"
 - Wien, APA/GEORG HOCHMUTH

Vattenfall beendet 2022 im Plus

8. Feber 2023, Stockholm
41910348371491078_BLD_Online

APG schließt Modernisierung des Schaltwerks Schwabeck ab

8. Feber 2023, Wien
Integration Erneuerbarer wird verbessert
 - Wien, APA/THEMENBILD