Vorarbeiten für deutsche Pipeline zum LNG-Import beginnen

29. April 2022, Wilhelmshaven

Für die künftige Pipeline-Anbindung des geplanten Flüssigerdgas-Terminals im deutschen Wilhelmshaven beginnt nun das Planfeststellungsverfahren. Der Antrag sei am Freitag eingegangen, teilte die Genehmigungsbehörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), in Hannover mit. Die Antragsunterlagen sind ab 5. Mai im Internet und in den betroffenen Gemeinden einzusehen. Binnen einer Frist von einem Monat können Einwände gegen das Vorhaben eingereicht werden.

Die neue Leitung ist nötig, um das importierte Flüssigerdgas (LNG) nach der Rückumwandlung in Gas weiter zu transportieren. Der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) will die 26 Kilometer lange unterirdische Pipeline bauen – von dem geplanten LNG-Terminal in Wilhelmshaven bis zum nächsten Anschluss an das Gas-Fernleitungsnetz im ostfriesischen Etzel.

Mit der Pipeline steht und fällt auch, ab wann LNG in Wilhelmshaven angelandet werden kann. Erste Vorarbeiten für ein schwimmendes Importterminal sollen dort nächste Woche beginnen. Open Grid Europe rechnet nach früheren Angaben mit einem Baustart der Pipeline im August. Falls nicht gegen das Vorhaben geklagt wird oder es zu Verzögerungen kommt, könnte die Leitung demnach bis Ende 2022 fertig gestellt sein. Spätestens ab Anfang 2023 soll laut der Landesregierung über Wilhelmshaven LNG importiert werden.

APA/dpa

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