Deutschland plant 3 Mrd. Euro für LNG-Terminals ein

2. Mai 2022, Berlin
LNG wird forciert
 - Brunsbüttel, APA/dpa

Die Bundesregierung hat für die Beschaffung von vier schwimmenden Flüssiggas-Terminals 2,94 Milliarden Euro im Haushalt eingestellt. Das geht aus dem zweiten Fortschrittsbericht Energiesicherheit hervor, den das Wirtschaftsministerium am Sonntag veröffentlichte. „Die entsprechenden Verträge sind auf der Zielgeraden“, heißt es weiter. Eine Inbetriebnahme der Anlagen zur LNG-Anlandung und Regasifizierung sei schnellstmöglich über die Unternehmen RWE und Uniper vorgesehen.

Zwei Standortentscheidungen seien zugunsten von Wilhelmshaven und Brunsbüttel bereits gefallen. Die Arbeiten in Wilhelmshaven begännen schon in Kürze und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Anfang 2023 sei dann die Inbetriebnahme in Brunsbüttel vorgesehen. Als weitere Standorte zur Stationierung einer schwimmenden LNG-Anlage kämen Stade, Rostock, Hamburg-Moorburg oder Eemshaven in den Niederlanden in Betracht, heißt es weiter. In Hamburg könne bis Jahresende ein schwimmendes LNG-Terminal in Betrieb gehen, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher der „Welt“.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist zudem ein LNG-Beschleunigungsgesetz geplant, mit dem es den Genehmigungsbehörden unter bestimmten Bedingungen vorübergehend ermöglicht werden soll, von Verfahrensanforderungen wie etwa Umweltverträglichkeits-Prüfungen abzusehen. Dies soll einen schnelleren Bau ermöglichen. Nötig ist auch eine Anbindung der schwimmenden LNG-Terminals an das Gasnetz. Die schwimmenden Anlagen sollen eine schnellere Unabhängigkeit von russischem Pipelinegas ermöglichen und die Zeit überbrücken, bis stationäre Anlagen gebaut werden können.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

SPÖ fordert Senkung der Energiepreise

29. Juni 2022, Wien
Schroll plädiert für eine Orientierung an der Schweiz
 - Wien, APA/MICHAEL GRUBER

Deutschland will Wärmepumpen vorantreiben

29. Juni 2022, Berlin
Wärmepumpen könnten sich als Alternative erweisen
 - Rottweil, APA/dpa

Siemens Energy wehrt sich gegen russische Vorwürfe

29. Juni 2022, München
Die Gasdrosselung hat laut Siemens nichts mit dem Unternehmen zu tun
 - Erlangen, APA/dpa

Energie Steiermark errichtete Windrad auf 1.440 Metern

28. Juni 2022, St. Kathrein am Offenegg/Graz