Betreuungszentrum Hemayat kümmerte sich 2021 um 1.271 Traumatisierte

19. Mai 2022, Wien

Laut dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht hat sich das Wiener Betreuungszentrum Hemayat 2021 um 1.271 Traumatisierte gekümmert. Die Menschen erhielten dolmetsch-gestützte psychotherapeutische, psychologische und medizinische Betreuung sowie Behandlung. Die Klienten, darunter 134 Minderjährige, kamen aus 50 Ländern – vor allem aus Afghanistan (451), Tschetschenien (277) und Syrien (148).

Knapp die Hälfte der Betreuten war weiblich (46 Prozent). Insgesamt konnten im zweiten Pandemiejahr 15.936 Betreuungsstunden (2020: 14.083), sowohl virtuell als auch persönlich, geleistet werden.

Im Vorjahr wurden 228 Therapien bei Hemayat beendet, 78,5 Prozent davon einvernehmlich und aufgrund eines befriedigenden Erfolges. Die durchschnittliche Therapiedauer betrug 35 Stunden. Ziel sei es immer, die Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und soziale Kompetenz der Klienten und Klientinnen wiederherzustellen und dadurch auch eine grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in Österreich zu schaffen. Aktuell sei es so, dass die Bilder und Nachrichten aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine und von der Flucht der Menschen Erinnerungen an die eigenen Erfahrungen wecken und oft massive Ängste auslösen.

APA

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