In Liebenfels ist ein PV-Kompetenzzentrum geplant

19. Mai 2022, Liebenfels

Die IRMA Power, die den insolventen Kärntner Photovoltaik-Spezialisten Energetica Industries übernommen hat, will Millionen in den Standort Liebenfels im Kärntner Bezirk St.Veit/Glan investieren. Es sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Geplant sind unter anderem die Errichtung einer Lehrwerkstätte und die Entwicklung eines „Green Energy“-Kompetenzzentrums, wie die neue Eigentümerin in einer Aussendung bekanntgab.

Die Standortpläne wurden heute nach „positivem Abschluss des von einem sehr konstruktiven Geist geprägten Gläubigerverfahrens“ präsentiert. „Es ist unser klares Ziel, den Standort Liebenfels und damit verbunden die Arbeitsplätze weiter auszubauen, Lehrlinge auszubilden und ein Photovoltaik-Kompetenzzentrum zu errichten“, teilte Martin Kurschel, Eigentümer der IRMA Investments Gruppe und damit auch der IRMA Power GmbH, mit.

„Unsere Gesellschaft steht vor einer nachhaltigen Transformation. Und diese werden wir mitgestalten. Deshalb legen wir mit der noch recht jungen Tochter IRMA Power GmbH unseren Schwerpunkt auf klimafreundliche Energieerzeugung und deren Speicherung“, so Kurschel. Der klare Fokus von IRMA Power liege im Bereich erneuerbarer Energie.

„Wir möchten ein Kompetenzzentrum für grüne Energie werden“, erklärte Erwin Toplak, seit Sommer 2021 Geschäftsführer der IRMA Power GmbH. Kurzfristig gehe es darum, die Finanzen und die Produktion zu konsolidieren und zu stabilisieren, Prozesse zu optimieren und auch recht rasch eine weitere Produktionslinie aufzubauen.

„Mittelfristig planen wir, eine eigene Stromversorgung mittels Brennstoffzellen in Kombination mit Photovoltaik-Flächen zu errichten“, umriss Toplak die Zukunftspläne. Auch die Kombination von Brennstoffzellen mit Biogas schwebe ihm vor. „Um ein relevantes Angebot schaffen zu können, werden wir innovative Speichertechnologien einsetzen.“ Längerfristig stünden dann weitere Produktionslinien und die Produktion von Wasserstoff am Plan.

Die IRMA Power GmbH hat Energetica Industries, den Spezialisten zur Herstellung von Photovoltaikmodulen, gerettet. Am 22. November 2021 war ein Insolvenzverfahren ohne Eigenverantwortung eröffnet worden. Energetica Industries hatte 24,9 Mio. Euro Passiva angemeldet, denen 2,9 Mio. Aktiva gegenüberstanden. 239 Gläubiger waren von der Firmenpleite betroffen.

APA

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