Verbund netzwerkt zu „grünem Wasserstoff“ in Nord und Süd

30. Mai 2022, Wien
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Weil der Bedarf an „grünem Wasserstoff“ nicht allein durch lokale Erzeugung, sondern nur durch nennenswerte Importe gedeckt werden kann, hat sich der österreichische Verbund-Stromkonzern den internationalen Wasserstoff-Netzwerken AquaVentus und Dii Desert Energy angeschlossen. AquaVentus peilt von Helgoland 10 Gigawatt (GW) Erzeugungsleistung für grünen Wasserstoff aus Offshore-Windkraft bis zum Jahr 2035 an, Dii Desert Energy ist von Dubai (VAE) und München aus tätig.

Für den Import von grünem Wasserstoff seien internationale Netzwerke von großer Bedeutung und „ein Schlüssel zum Erfolg“ bei der Etablierung einer grünen H2-Wirtschaft, erklärte der Verbund am Montag. Mit AquaVentus festige man das Netzwerk nach Nordeuropa, mit Dii Desert Energy in den Süden. Man rechne mit einem starken Anstieg des Bedarfs an grünem H2 für große Abnehmer aus Industrie und Mobilität.

Dem deutschen AquaVentus Förderverein e.V. gehören aktuell fast 95 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und andere Organisationen an, darunter E.ON, EnBW, Linde, RWE, Shell, Siemens.

Dii Desert Energy ist ein Industrie-Netzwerk von circa 100 internationalen Unternehmen, ursprünglich 2009 gegründet unter deutscher Ägide als „Desertec Industrial Initiative“, um das Potenzial erneuerbarer Energien in den Wüstengebieten Nordafrikas und des Nahen Ostens (MENA-Region = Middle East North Africa) zu erkunden. Mittlerweile geht es darum, auch global zu einer emissionsfreien Energieversorgung zu gelangen. Mit der 2020 gegründeten „MENA Hydrogen Alliance“ liegt der Schwerpunkt auf dem Start einer grünen H2-Wirtschaft. Die MENA-Region hat den Partnern zufolge das Potenzial, zu einem der Vorreiter bei der Realisierung von Großprojekten für grünen Wasserstoff und Ammoniak zu werden.

APA

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