Chinas Energieriesen peilen LNG-Geschäfte in Katar an

17. Juni 2022, Singapur
41890348267532232_BLD_Online

Die großen staatlichen chinesischen Energiekonzerne CNPC und Sinopec sind Insidern zufolge mit Katar in fortgeschrittenen Gesprächen über Flüssiggasgeschäfte. Dabei gehe es um eine Beteiligung am Ausbau des Projekts North Field East und um langfristige Lieferverträge, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Es wäre die erste Partnerschaft dieser Art zwischen den Ländern.

China gehört zu den weltweit größten LNG-Verbrauchern, Katar zu den weltgrößten Produzenten. Auch Österreich und Deutschland bemühen sich um LNG-Lieferverträge mit Katar, um damit die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.

Den Insidern zufolge könnten die beiden Unternehmen sich jeweils mit fünf Prozent an zwei separaten LNG-Zügen beteiligen. Im Zuge des fast 30 Milliarden Dollar (knapp 29 Mrd. Euro) teuren Ausbaus von North Field East sollen insgesamt sechs LNG-Züge hinzukommen. Darüber hinaus verhandelten die Unternehmen mit dem Staatskonzern QatarEnergy über LNG-Lieferverträge mit einer Laufzeit von bis zu 27 Jahren.

CNPC und Sinopec lehnten eine Stellungnahme ab und auch von QatarEnergy war zunächst keine Antwort zu erhalten.

Nach Daten von Refintiv Eikon war Katar in den ersten fünf Monaten dieses Jahres nach Australien der wichtigste LNG-Lieferant Chinas. Zu den bedeutenden Lieferanten gehören auch die USA. China setzt auf dem Weg zur Klimaneutralität 2060 auf Erdgas als Ersatz für Kohle.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Niederländisches Unternehmen darf im Wattenmeer Gas fördern

29. Mai 2024, Den Haag/Borkum
Niederländisches Unternehmen darf bei Borkum Gas fördern
 - Borkum, APA/dpa

Gasspeicherumlage: Österreich erhöht Druck auf Deutschland

29. Mai 2024, EU-weit/Brüssel
EU-Kommission wird aufgefordert, Schritte gegen Deutschland zu setzen
 - Haidach, APA/THEMENBILD

Slowenien steigert seine Gaslieferungen aus Algerien

28. Mai 2024, Ljubljana
Das algerische Gas wird über Italien nach Slowenien geliefert
 - Istanbul, APA/AFP/EPA

Gazprom Export begründet OMV-Klage mit EU-Sanktionen

27. Mai 2024, St. Petersburg/Wien/Stockholm
OMV-Konflikt mit Gazprom
 - Moscow, APA/AFP