Niederösterreich fordert Initiativen für Biogas-Ausbau

20. Juni 2022, Moskau/St. Pölten
NÖ-LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf - Wien, APA/HERBERT NEUBAUER

Niederösterreichs LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) hat am Montag in Sachen Energieversorgung „endlich Initiativen und Rahmenbedingungen für den Biogas-Ausbau“ gefordert. Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) sei hier säumig. Laut dem Kompost- und Biogas-Verband könnten viele bestehende Anlagen sofort umgerüstet und viele neue Anlagen gebaut werden.

Dieses Potenzial wird laut Pernkopf bis 2030 auf zehn Prozent des Gasverbrauchs geschätzt, bis 2040 auf ein Drittel. „Immer auf Basis der Verwendung von landwirtschaftlichen Abfällen wie Maisstroh, Mist oder Gülle, aber auch des Bioanteils am Hausmüll.“

Mit den Vorbereitungen zur Inbetriebnahme des derzeit stillgelegten Kraftwerks Mellach in der Steiermark reagiere die Bundesregierung auf die drohende Notlage. „Gut, dass auch der grüne Koalitionspartner dabei Ideologie über Bord wirft und Vernunft und Sicherheit den Vorrang gibt“, so der niederösterreichische Landesvize. Wer Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen könne, müsse jedoch auch heimisches erneuerbares Biogas befürworten, fügte er hinzu.

Gewessler sei „dringend gefordert, den Betreibern langfristige Sicherheit und Perspektiven zu geben und kurzfristige Fördermaßnahmen zu setzen. Wir müssen raus aus ausländischer Abhängigkeit, auch mit Kohle wird die nicht reduziert werden“, betonte Pernkopf.

APA

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