Deutschland plant Offshore-Ausbau auf 70 Gigawatt

1. Juli 2022, Hamburg
Windparks auf hoher See werden erweitert
 - Sassnitz, APA/dpa

Die Offshore-Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee soll bis 2045 auf mindestens 70 Gigawatt ausgebaut werden. Das sieht der Entwurf für einen neuen Flächenentwicklungsplan vor, den das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Freitag veröffentlichte. Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie stehen derzeit vor den deutschen Küsten Windräder mit einer Leistung von 7,8 Gigawatt.

Dem Plan zufolge müsste sich die Leistung in den nächsten 23 Jahren also verneunfachen. „Das wird eine Herkulesaufgabe werden“, hatte die Präsidentin des Bundesamtes, Karin Kammann-Klippstein, bereits im Jänner gesagt.

Zunächst soll die Leistung bis zum Jahr 2030 auf 30 Gigawatt gesteigert werden. Die nächsten Etappenziele sind 40 Gigawatt bis 2035 und 60 Gigawatt bis 2038. Der Flächenentwicklungsplan dient auch als Grundlage für die Anbindung der Windräder ans Stromnetz. Das Bundesamt veröffentlichte zudem Umweltberichte für die Nord- und Ostsee. Andere Behörden können nun bis 1. August Stellung nehmen. Die Öffentlichkeit hat bis 1. September Zeit, sich zu äußern. Der Flächenentwicklungsplan soll Anfang 2023 in Kraft treten.

APA/dpa

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