Vbg sieht sich bei „Energieautonomie+ 2030“ auf gutem Weg

25. August 2022, Bregenz
Daniel Zadra
 - Feldkirch, APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Das Land Vorarlberg sieht sich hinsichtlich der Erreichung des Ziels „Energieautonomie+ 2030“ auf gutem Weg. „Bei Gebäudeheizungen und beim Ausbau der Photovoltaikanlagen haben wir strukturelle Erfolge erzielt, jedoch müssen wir uns noch stärker anstrengen“, sagte der zuständige Landesrat Daniel Zadra (Grüne) am Mittwoch mit Blick auf den Monitoringbericht 2022. Alle Wege zu effektivem Klimaschutz führten über die Energieautonomie.

Die Ziele der „Energieautonomie+ 2030“ lauten: 50 Prozent Anteil erneuerbarer Energieträger am gesamten Energieverbrauch, 50 Prozent Reduktion der Treibhausgase gegenüber 2005 und 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energieträgern bis spätestens 2030. Zadra sah durch den Monitoringbericht 2022 – dieser weist die Verbrauchsdaten des Jahres 2020 aus – beinahe alle Etappenziele erreicht, lediglich bei den Treibhausgasemissionen sei der Zielwert knapp überschritten worden. „Doch die ermutigenden Zwischenresultate dürfen uns nicht selbstzufrieden machen. Denn bis 2030 werden die Ziele Jahr für Jahr ambitionierter“, stellte der Landesrat fest.

2020 ging der Energieverbrauch in Vorarlberg im Vergleich zu 2019 um sechs Prozent zurück, vor allem aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Rückgänge der Verkehrsleistung und des Energieverbrauchs der Industrie. Gegenüber dem Basisjahr 2005 sank der Energieverbrauch um rund ein Prozent, allerdings vor dem Hintergrund einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung sowie einer Zunahme der Bevölkerung.

Der Anteil heimischer erneuerbarer Energieträger am gesamten Energiebedarf lag 2020 bei 46 Prozent. Der Stromverbrauch wurde zu 90 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt. Die Treibhausgasemissionen gingen gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent, gegenüber 2005 um 17 Prozent zurück. Bei den Treibhausgasen nannte Zadra den Verkehr als größten Verursacher, gefolgt von den Sektoren Gebäude und Industrie. „Es ist daher das klare Ziel der Landesregierung, in der Alltagsmobilität den Anteil der zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege deutlich zu erhöhen“, so Zadra.

Im Gebäude-Sektor stieg der Anteil heimischer Energieträger auf etwa rund 60 Prozent. Bei neun von zehn Neubauten (Daten 2021) kommen klimafreundliche Heizformen wie Wärmepumpen, Holzöfen oder Fernwärme zum Einsatz. Bei den Photovoltaikanlagen wurde der für 2030 angestrebte Zubau von 30 Megawatt pro Jahr bereits 2021 erreicht. Ende 2021 waren Photovoltaikanlagen mit einer Kapazität von 133.000 kWp (Kilowatt peak) ans Netz angeschlossen, die den Energiebedarf von rund 32.000 Haushalten decken.

APA

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