Aserbaidschan will 30 Prozent mehr Gas nach Europa liefern

13. September 2022, Baku

Aserbaidschan will im Laufe des Jahres 30 Prozent mehr Erdgas in die EU liefern als in 2021. „Das Gesamtvolumen der Lieferungen nach Europa im Jahr 2022 wird zwölf Milliarden Kubikmeter betragen“, erklärte der aserbaidschanische Energieminister Parwis Schabasow auf Twitter. Bis August sei auch die Produktion in diesem Jahr um fast zehn Prozent auf 30,6 Milliarden Kubikmeter gesteigert worden.

In ihrem Bestreben, sich von russischen Gasimporten unabhängig zu machen, hatte die EU sich im Juli mit der Regierung in Baku darauf verständigt, die Gasimporte aus Aserbaidschan in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Vorgesehen ist auch der Ausbau des Gaskorridors, der durch Aserbaidschan, Georgien, die Türkei und Griechenland verläuft. Die Leitungskapazität soll auf 20 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erhöht werden.

Russland war bis vor Kurzem mit Abstand der größte Gaslieferant der EU-Staaten. In 2021 kamen 155 Milliarden Kubikmeter russisches Gas an und deckten fast 40 Prozent des EU-Bedarfs. Einige EU-Länder haben nun im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine ihre Gasimporte aus Russland eingestellt. Moskau drosselte seinerseits die verbleibenden Lieferungen, um die EU-Länder daran zu hindern, ihre Reserven aufzufüllen.

APA/AFP

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