Die Planai setzt auf den Strom aus der Sonne

28. September 2022

Auf dem Dach des Planet Planai wird mit 422 Fotovoltaik-Modulen Strom erzeugt. Dem dritten Projekt sollen 2023 fünf weitere folgen.

Die Sonne spielt künftig eine immer gewichtigere Rolle für die Planai. Gestern Nachmittag hat sie sich zwar am bekanntesten Skiberg des Landes nur äußerst selten blicken lassen, dennoch präsentierten Vertreter der Planai-Hochwurzen-Bahnen und der Energie Steiermark freudestrahlend ihr gemeinsames Fotovoltaik-Projekt. Realisiert wurde es auf dem Dach jenes Gebäudes, das unter anderem die Talstation der Hauptseilbahn und die Verwaltungsbüros beherbergt.

422 Fotovoltaik-Module mit je 375 Watt wurden auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern angebracht – Kostenpunkt knapp 200.000 Euro. „Ihre Leistungsfähigkeit ist sehr hoch, das Verwaltungsgebäude damit im Sommer autark“, berichtet Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen, und ergänzt: „Und das, was übrig bleibt, werden wir für unsere Hoch- und Tiefgaragen nutzen.“

Es ist nicht das erste Projekt, das die Planai in diesem Bereich umsetzt. „Wir haben nun unsere dritte PV-Anlage“, so Bliem. Die Errichtung von fünf weiteren sei für das kommende Jahr geplant, erklärt er. 1,7 Millionen Gäste bewege man pro Jahr auf allen unter dem Dach der Planai stehenden Berge, man sei in der Verantwortung, sich dem Thema Energiemanagement zu widmen.

Deswegen seien neben PV-Anlagen etwa auf zur Hochwurzen gehörenden Gebäuden oder an der Dachstein-Bergstation auch noch in den Speicherteichen schwimmende Sonnenkollektoren angedacht. „15 bis 20 Prozent unseres Eigenverbrauchs an Strom mithilfe der Sonne zu erzeugen, das ist unser Ziel bis 2030“, sagt der Planai-Chef.
Umgesetzt haben das aktuelle Projekt die Energie Steiermark und ihr Tochterunternehmen E1. „Wir werden die Anlage auf Basis eines Contracting-Modells in den kommenden 15 Jahren betreiben und warten“, erläutert Martin Graf, Mitglied des Energie-Steiermark-Vorstandes. Danach werde sie in die Hände der Planai-Hochwurzen-Bahnen gelegt.
Die Errichtung sei „ein Leuchtturm-Projekt“, betonen Graf und sein Vorstandskollege Christian Purrer. Durch die Preissprünge beim Strom sei das Interesse an PV-Anlagen derzeit „extrem groß bei Unternehmen und auch Privatkunden“.

Allein im vergangenenJahr habe man Fotovoltaik-Projekte umgesetzt, die „jährlich mehr als sechs Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom liefern. Heuer werden diese Zahlen noch einmal deutlich übertroffen“, erläutert das Vorstands-Duo.

Kleine Zeitung

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