Europäisches Parlament erhöht Ziele für Energiesparmaßnahmen

4. Oktober 2022, Straßburg/Brüssel

Die neue Energieeffizienz-Richtlinie (EED) sieht sowohl beim Primär- als auch beim Endenergieverbrauch höhere Einsparungen vor. Die EU-Staaten müssen nun sicherstellen, dass der Endenergieverbrauch bis 2030 um mindestens 40 Prozent und der Primärenergieverbrauch um 42,5 % im Vergleich zum Jahr 2007 gesenkt wird. Dies entspricht 740 Mio. Tonnen Rohölequivalent (t RÖE) für den End- und 960 Mio. t RÖE für den Primärenergieverbrauch.

Die Mitgliedstaaten sollten verbindliche nationale Beiträge zur Erreichung dieser Ziele festlegen. Diese sollen durch Maßnahmen auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene in verschiedenen Sektoren erreicht werden, etwa in der öffentlichen Verwaltung, bei der Dämmung von Gebäuden, in Unternehmen oder beim Energieverbrauch von Datenzentren.

Die Abgeordneten und die tschechische Ratspräsidentschaft werden nun in die Verhandlungen über die Gesetzentwürfe eintreten, zu denen die EU-Minister im Juni ihren Standpunkt festgelegt haben.

Am 14. Juli 2021 hatte die Europäische Kommission das Paket „Fit for 55“ verabschiedet. Damit sollen die geltenden auf EU-Vorschriften für Klimaschutz und Energieverbrauch angepasst werden, um das neue EU-Ziel von mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgasemissionen bis 2030 zu erreichen. Das „Fit for 55“-Paket umfasst auch eine Neufassung der Energieeffizienz-Richtlinie, deren Bestimmungen an das neue Ziel angepasst werden. Die EED legt derzeit die Höhe der Energieeinsparungen fest, die die EU erzielen muss, um das vereinbarte Ziel von 32,5 Prozent mehr Energieeffizienz bis 2030 zu erreichen.

APA

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