Stiftung fördert Nachhaltigkeits-Forschung mit 100 Mio. Euro

4. Oktober 2022, Wien/Zug
Ideen für das Jahrhundertprojekt gesucht - ---, APA/OBS/WERNER SIEMENS-STIFTUNG

Die Werner Siemens-Stiftung (WSS) feiert 2023 ihr 100-jähriges Bestehen und schreibt aus diesem Anlass einen Ideenwettbewerb für ein neues WSS-Forschungszentrum aus, das „Technologien für eine nachhaltige Ressourcennutzung“ erforschen und entwickeln soll. Dafür stellt die Stiftung 100 Mio. Schweizer Franken (103 Mio. Euro) über zehn Jahre zur Verfügung. Das Zentrum soll in Deutschland, Österreich oder der Schweiz angesiedelt sein, teilte die Stiftung am Dienstag mit.

„Zum Jubiläum wollen wir ein ganz besonderes Projekt lancieren, das hoffentlich mithelfen wird, die natürlichen Ressourcen der Welt besser zu schützen“, erklärte Hubert Keiber, Obmann des WSS-Stiftungsrats. Der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten sei die wahrscheinlich größte Herausforderung für die Menschheit. Die Wissenschaft könne und müsse dazu beitragen, die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Die Ausschreibung richtet sich an exzellente Forscherinnen und Forscher, die mit einer Universität, Hochschule oder Forschungseinrichtung zusammenarbeiten. Sie können in dem zwei Schritte umfassenden Auswahlverfahren bis zum 10. Jänner 2023 „wissenschaftlich herausragende, originelle und kühne Ideen“ einreichen. Daraus bestimmt die Stiftung auf Basis eines wissenschaftsgeleiteten Auswahlverfahrens bis zu fünf Ideen, die jeweils einen mit einer Mio. Franken dotierten WSS-Forschungspreis erhalten.

Basierend auf ihrer Idee sollen die Preisträger dann Konzepte für ein WSS-Forschungszentrum ausarbeiten. Die Entscheidung, welches der Konzepte dann realisiert wird, soll voraussichtlich zum Jahresende 2023 gefällt werden.

Die Werner Siemens-Stiftung mit Sitz in Zug (Schweiz) fördert in ihrem philanthropischen Teil seit 2003 pionierhafte technische und naturwissenschaftliche Forschungsprojekte sowie Nachwuchswissenschafter. Gegründet wurde die Stiftung 1923 von den Töchtern von Carl von Siemens, Charlotte von Buxhoeveden und Marie von Graevenitz. Carl hat mit seinem Bruder Werner von Siemens den späteren Siemens-Konzern aufgebaut.

Service: www.wernersiemens-stiftung.ch

APA

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