Land Vorarlberg gibt Windpotenzialanalyse in Auftrag

17. Oktober 2022, Bregenz
Energielandesrat Daniel Zadra
 - Feldkirch, APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Das Land Vorarlberg gibt eine Windpotenzialanalyse für das Bundesland in Auftrag. „Damit erhalten wir eine fundierte Faktenlage zur Nutzung der alternativen Windenergie in Vorarlberg“, so Energielandesrat Daniel Zadra am Sonntag in einer Aussendung. Der Landtag habe einstimmig ein entsprechendes Ersuchen gestellt. Die Analyse soll das Windpotenzial in verschiedenen Höhen und eine mögliche Anzahl an Windkraftanlagen erheben. Ergebnisse werden für Mitte November erwartet.

Untersucht wird zuerst das theoretische Windpotenzial, bestehend aus Windgeschwindigkeit und Leistungsdichte des Windes. Um zu klären, wie es genutzt werden könnte, wird dann ein Modell eines Ensembles von modernen Windkraftanlagen erstellt. Auf dieser Basis kann abgeschätzt werden, wie viele Anlagen landesweit und nach Bezirken möglich wären, außerdem die aggregierte Windenergieleistung (in MW) und die daraus jährlich generierbare Energie (in GWh). Erfasst werden soll das gesamte Windpotenzial im Land vorerst ohne Eingrenzung nach technischen oder räumlichen Kriterien. Zu diesen würde etwa der Ausschluss von Siedlungsräumen oder verordneten Naturschutzgebieten gehören.

Der Landtag hatte die Landesregierung am 7. Juli einstimmig ersucht, die aus dem Jahr 2003 stammende Studie „Das Windkraftpotenzial Vorarlbergs“ auf ihre Aktualität zu überprüfen und wenn nötig weitere Untersuchungen, besonders auch zur Standortfrage möglicher Windkraftwerke, durchzuführen. Mit der Erhebung wurde die Firma „Energiewerkstatt – Technisches Büro für Erneuerbare Energie“ aus Oberösterreich beauftragt. Das Unternehmen war maßgeblich an der Erstellung des Österreichischen Windatlas ( www.windatlas.at ) beteiligt und hat schon vergleichbare Analysen für andere Bundesländer erstellt.

APA

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