Stadt Wien über Tschechiens Pläne für „Mini-AKW? besorgt

9. November 2022, Wien
Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky
 - Vienna, APA/AFP

Die Pläne Tschechiens, wieder mehr Atomstrom zu produzieren und auf Mini-AKW zu setzen, stoßen in der Stadt Wien auf große Besorgnis und Ablehnung. „Wir haben bereits Anfang des Jahres mit einer Studie der Wiener Umweltanwaltschaft aufgezeigt, dass es hier viele ungelöste Fragen und sicherheitstechnische Bedenken gibt“, betonte Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) am Mittwoch in einer Aussendung.

„Um den gewaltigen Startnachteil von doppelten Baukosten und höheren laufenden Kosten gegenüber herkömmlichen Kernkraftwerken auszugleichen, müsste eine sehr große Anzahl an Reaktoren eines Konzepts errichtet werden oder aber es müssten Abstriche bei der sicherheitstechnischen Ausstattung gemacht werden“, so Czernohorszky.

Abgesehen von den großen sicherheitstechnischen Bedenken, sei Kernenergie auch nicht wirtschaftlich sinnvoll. Der finanzielle Gesamtaufwand für Atomenergie sei etwa beim drei Mal so hoch wie bei Photovoltaik und Windkraft, so der Klimastadtrat. „Umso wichtiger ist es, dass die Mittel daher sinnvoll anders für wirklich klimaschutzrelevante Technologien verwendet werden!“

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Österreichs Klage gegen Ungarns AKW Paks II abgewiesen

30. November 2022, Luxemburg/Brüssel
Vorbereitung für den Bau von PAKS II laufen
 - Paks, APA/AFP

Österreichs schwieriger Kampf gegen das Atom-Comeback

30. November 2022, Wien/Luxemburg
Atomkraft steht vor einer Renaissance
 - Lingen, APA/dpa

Weiterbetrieb der drei letzten deutschen AKW beschlossen

25. November 2022, Berlin
Die drei betroffenen Anlagen
 - ---, APA/Deutsche Presse-Agentur GmbH

Geplanter Atompark in Temelin sorgt für Unbehagen in OÖ

16. November 2022, Temelin/Linz/Wien
OÖ-Umwelt-LR Stefan Kaineder
 - Temelin, APA/LAND OÖ