COP27 für Gewessler „Forum für globalen Klimaschutz“

14. November 2022, Wien/Sharm el-Sheikh
Umweltministerin Leonore Gewessler
 - Wien, APA/ROLAND SCHLAGER

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat kurz vor ihrem Abflug nach Ägypten zur Weltklimakonferenz COP27 abermals die Wichtigkeit der Veranstaltung hervorgestrichen. „Die COP ist und bleibt das zentrale Forum für globalen Klimaschutz“, sagte sie der APA Sonntagfrüh am Flughafen. Gewessler tritt ab Montag als EU-Verhandlungsführerin bei den Gesprächen im Bereich „Adaptation“, den sogenannten Anpassungen an den menschengemachten Klimawandel, auf.

Dabei handelt es sich um Maßnahmen für bereits eingetretene oder noch erwartete klimatische Veränderungen. Generell steht die Frage der Klimafinanzierungsmittel bei der diesjährigen COP im Mittelpunkt. „Aber die Anpassungskapazität des Planeten können wir nicht allein in Geld messen“, so Gewessler. Wichtig sei ebenso, die weltweiten Emissionen, die zur Erderhitzung führen, drastisch zu reduzieren: „Sonst wird die Krise so katastrophal, dass sich viele Millionen Menschen gar nicht mehr anpassen können“, sagte die Umweltministerin.

Am Montag steht für die Mitglieder der EU ein Koordinierungstreffen auf der Agenda. Die Union tritt als gemeinsame Stimme auf der COP auf. Zudem sollen bei der Konferenz laut Gewessler säumige Länder motiviert werden, eigene Klimaschutzpläne einzureichen. Im Pariser Klimaabkommens wurden sogenannte „Nationally Determined Contributions“, kurz NDCs, ausverhandelt. Das sind national festgelegte Beiträge zum Klimaschutz. Der Großteil der Länder hat trotz Vereinbarung bisher aber keine nachgebesserte Klimaschutzziele vorgelegt.

Bei der zweiwöchigen Klimakonferenz im ägyptischen Badeort Sharm el-Sheikh verhandeln Vertreter aus fast 200 Ländern darüber, wie der Kampf gegen die Klimakrise verstärkt werden kann. Dabei sollen Wege beschlossen werden, die Erderwärmung doch noch auf 1,5 Grad – auf jeden Fall aber unter zwei Grad – gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die Vereinten Nationen (UNO) hatten allerdings gewarnt, dass man zwar Fortschritte gemacht habe, sich aber immer noch auf einem Pfad einer Erderwärmung von 2,4 bis 2,8 Grad befinde. Dies würde massive Umweltschäden und Konsequenzen für Menschen und Tiere nach sich ziehen.

APA

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