IEA warnt vor Fracking in Deutschland

1. Dezember 2022, Berlin/Paris
IEA-Chef Fatih Birol
 - Prague, APA/AFP

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht eine Ausweitung des Einsatzes der umstrittenen Fracking-Technologie zur Erdgasförderung in Deutschland kritisch. „Wenn Deutschland heute mit dem Fracking beginnt, wird es ewig dauern, bis das erste Gas daraus auf den Markt kommt. Ich wäre da sehr vorsichtig“, sagte IEA-Chef Fatih Birol dem Nachrichtenportal Table.Media (Donnerstag). „Das Risiko, dass diese Investition nicht genutzt werden kann, ist groß.“

Beim Fracking wird in tief liegenden Gesteinsschichten enthaltenes Erdgas mit Chemikalien und Druck extrahiert. Seit 2017 ist in Deutschland eine solche Ausbeutung von Gasvorkommen in Schiefer- und Kohleflözschichten verboten, weil eine Gefährdung unter anderem für das Grundwasser angenommen wird.

Politiker von FDP, Union und AfD fordern angesichts der Energiekrise jedoch immer wieder eine Kehrtwende. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte dies vergangene Woche jedoch ausgeschlossen.

APA/ag

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