Uniper verlängert Betrieb von Steinkohlekraftwerken

23. Dezember 2022, Düsseldorf

Der nun verstaatlichte deutsche Energiekonzern Uniper hat den Betrieb von zwei Steinkohlekraftwerken in Niedersachsen und Hessen um knapp ein Jahr verlängert. Die Kraftwerke Heyden 4 bei Minden sowie Staudinger 5 bei Hanau sollen nun bis maximal Ende März 2024 weiter Strom produzieren, erklärte der Konzern am Donnerstag. Die Maßnahme diene dazu, die Energieversorgung im kommenden Winter zu sichern und „möglichst wenig Gas für die Stromerzeugung aufzuwenden“.

Heyden 4 war Ende August aus der Reserve geholt worden und produziert seitdem wieder. Der Betrieb war zunächst bis April 2023 vorgesehen. Staudinger 5 wäre laut bisheriger Planung im Mai 2023 abgeschaltet worden und in die Reserve gegangen. „Zeitgleich bereitet Uniper aktuell den Weiterbetrieb des Steinkohlekraftwerks Scholven B (bei Gelsenkirchen) über Juni 2023 hinaus vor“, erklärte der Konzern.

Zusammen mit zwei weiteren Kohlekraftwerken bringt Uniper den Angaben zufolge so knapp 2.500 Megawatt „an verlässlicher Leistung in den deutschen Strommarkt zurück“. Die Bundesregierung in Berlin hatte Mitte Juli beschlossen, mit Steinkohle oder Öl betriebenen Kraftwerken in Reserve wieder den Betrieb zu erlauben, um so Erdgas einzusparen.

APA/AFP

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