Österreicher legen auch 2023 Wert auf gesunde Ernährung

2. Jänner 2023, Wien/Mönchhof
Viele wollen auch mehr Gemüse essen
 - Oldenburg, APA/dpa

Der Jahreswechsel nähert sich mit großen Schritten – und mit ihm kommen auch die Neujahrsvorsätze, die sich in Österreich oft ums Abnehmen und einen gesunden Körper drehen. Das spiegelt sich auch in der repräsentativen Fastenumfrage des Kurhauses Marienkron wider: Bereits mehr als die Hälfte der Österreicher wollen im kommenden Jahr Fastentage einlegen. Die Top-3 Gesundheitsvorsätze sind ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und mehr Zeit in der Natur.

Die Zahl der Fastenanhänger steigt: 2020 und 2021 planten je 41 Prozent der Befragten eine Fastenkur ein, während es 2022 46 Prozent waren. Für 2023 kündigte mehr als die Hälfte der Befragten (53,1 Prozent) an, sich Zeit für den bewussten Verzicht nehmen zu wollen. Auffallend dabei ist, dass vor allem die Gruppe der 18- bis 39-Jährigen am Fasten Gefallen findet. 34,9 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben im vergangenen Jahr ihr Vorhaben auch tatsächlich umgesetzt, wobei sich aber die durchschnittliche Fastendauer um etwa drei Tage verkürzt hat.

Die Vorsätze für das Jahr 2023 zeigen der Umfrage zufolge deutlich, dass ein großes Bedürfnis nach Erholung besteht. Speziell die 18- bis 29-Jährigen scheinen mit 58,6 Prozent ein besonders hohes Schlaf- bzw. Erholungsbedürfnis zu haben. Aber auch eine gesündere, bewusstere Ernährung, mehr Zeit in der Natur und mehr Bewegung sollen der Erhebung zufolge Einzug in den Alltag der Befragten finden. Während sich knapp ein Fünftel der Frauen Yoga und Meditation vornahmen, planten dies bei den Männern nur sieben Prozent. Jeder Zehnte hingegen hat überhaupt keinen speziellen Gesundheits- und Ernährungsvorsatz.

Etwa der Hälfte aller Befragten war bewusst, dass Fasten vor allem Gewichtsverlust und die Reinigung des Körpers fördert. Weniger bekannt war hingegen, dass es eine positive Auswirkung auf die Darmflora bzw. das Darmmikrobiom hat, dem Altern entgegenwirkt und sich auch bei Depressionen positiv auswirkt.

Erstmals wurden in der Umfrage auch die Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer abgefragt. Dabei stellten sich „Mischkost mit wenig Fleisch“ (54,3 Prozent) und „Mischkost mit viel Fleisch“ (37,4 Prozent) als vorherrschende heimische Ernährungsformen heraus. Der Fleischkonsum war am höchsten in der Gruppe der 30- bis 59-Jährigen, während acht Prozent angaben, sich rein vegetarisch oder vegan zu ernähren. Über die Hälfte der Befragten kocht selbst.

Vier von Zehn Österreichern gaben an, wenig oder keinen Alkohol zu konsumieren. Ein Drittel der Teilnehmer legt Wert auf regionale und saisonale Zutaten, ebensoviele achten darauf, nicht zu viel Zucker zu konsumieren. Ein Viertel verwendet vorzugsweise Bio-Lebensmittel und zwei von zehn Befragten ist eine fettarme bzw. kalorienbewusste Ernährung wichtig.

Aller guter Vorsätze zum Trotz steht das kommende Jahr angesichts des massiven Teuerungen im Zeichen des Sparens. Mehr als die Hälfte merkt Auswirkungen beim eigenen Ernährungs- und Gesundheitsverhalten. Beinahe 29 Prozent verzichten auf teurere gesunde Lebensmittel, etwa 20 Prozent stecken beim Kauf von Bio-Nahrungsmittel zurück.

APA

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