Russland will Infos über Pipeline-Ölexporte zurückhalten

4. Jänner 2023, Moskau
Logo des Pipeline-Betreibers Transneft - Moscow, APA/AFP

Die russische Regierung will die Veröffentlichung von Informationen über den staatlichen Ölpipeline-Betreiber „Transneft“ bis mindestens 2024 beschränken. „Ziel der geplanten Regulierung ist die Minimierung der Risiken einer Verstärkung des Sanktionsdrucks auf die Dienstleistungsnutzer für den Transport von Öl und Ölprodukten“, teilte das Kartellamt in Moskau laut der Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch mit. Die Sanktionen könnten zu Behinderungen des Exports führen.

Transneft besitzt in Russland ein staatliches Monopol auf den Betrieb der Ölpipelines. Vor allem der Export nach Europa, aber auch nach China und an den Pazifischen Ozean steht damit unter Kontrolle des Konzerns. Seit Dezember hat die EU wegen Russlands Angriffs auf die Ukraine ein Einfuhrverbot für russisches Öl auf dem Seeweg verhängt. Deutschland und Polen haben sich zudem verpflichtet, ab dem Jahreswechsel kein russisches Öl mehr aus der Leitung „Druschba“ abzunehmen.

APA/dpa

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