Transalpine Ölleitung schloss 2022 mit positivem Ergebnis

20. Jänner 2023, Triest

Die Transalpine Ölleitung (TAL), die von Triest im italienischen Friaul-Julisch Venetien nach Ingolstadt in Bayern durch Österreich Rohöl pumpt, hat das Jahr 2022 positiv abgeschlossen. 37 Millionen Tonnen Rohöl flossen voriges Jahr über die Alpen. Das entspricht dem Niveau des Jahres 2021.

402 Öltanker aus verschiedenen Teilen der Welt brachten Öl in den Hafen Triest, das nach Österreich, Deutschland und nach Tschechien befördert wurde, berichtete die Gesellschaft SIOT (Societa Italiana per l’oleodotto Transalpino) mit Sitz in Triest, die die Pipeline verwaltet, in einer Presseaussendung. Die TAL-Gruppe beschäftigt 210 Leute und beliefert acht Raffinerien in Österreich, Deutschland und Tschechien.

Nach Angaben des Unternehmens wurde die Entwicklung des Rohölverkehrs 2022 durch den reduzierten Betrieb in der Raffinerie Wien Schwechat beeinträchtigt, wo sich am 3. Juni 2022 ein mechanischer Unfall am Ende einer Wartungsmaßnahme ereignete. Dies führte zu einem Nachfragerückgang, den SIOT auf rund zwei Millionen Tonnen schätzt. Die Raffinerie ist seit dem 7. Oktober wieder voll in Betrieb.

„Wir können mit dem Ergebnis des Jahres 2022 zufrieden sein. Wir haben den vollen Betrieb unserer Anlagen das ganze Jahr über ohne Unterbrechungen oder unvorhergesehene Ereignisse gewährleistet. Die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte 2022 war besser als im gleichen Zeitraum 2021, so dass wir davon ausgehen, dass wir zum Jahresende wieder das Verkehrsniveau von vor der Pandemie erreichen werden“, sagte der Italiener Alessio Lilli, seit 2016 Generaldirektor der SIOT.

Im Jahr 2022 erhielt und transportierte SIOT Öl aus 22 Ländern. An erster Stelle steht nach wie vor Kasachstan mit 30 Prozent, gefolgt von Libyen (14 Prozent), Aserbaidschan (11 Prozent), den USA (11 Prozent) und dem Irak (10 Prozent). Die Sanktionen gegen russisches Öl aufgrund des Konflikts in der Ukraine hatte keine Auswirkungen auf den Betrieb, da die Raffinerien nur in geringem Umfang mit russischem Rohöl beliefert werden. „Wie zu erwarten war, haben sich die Sanktionen gegen Russland nicht auf die in der nördlichen Adria umgeschlagenen Rohölmengen ausgewirkt. Der Ölmarkt ist äußerst widerstandsfähig und kann sich schnell an plötzliche geopolitische Veränderungen anpassen“, so Lilli.

APA

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