Russland – Alle Beteiligten entscheiden über Nord-Streams

6. März 2023, Moskau
Nord Stream 2 ging nie in Betrieb - Lubmin, APA/dpa

Die Entscheidung über die Zukunft der durch Explosionen beschädigten Nord-Stream-Gaspipelines obliegt Russland zufolge allen Beteiligten zusammen. „Natürlich ist dies eine Entscheidung, die von allen Anteilseignern gemeinsam getroffen werden sollte“, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor von Insidern erfahren, Russland wolle die Röhren einmotten und auf absehbare Zeit nicht instand setzen.

Die Regierung in Moskau erwarte keine Besserung der Beziehungen mit dem Westen, die dazu führen könnten, dass die Röhren bald wieder gebraucht würden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Durch die Pipeline Nord Stream 1 hatte Russland bis zum Lieferstopp Gas aus Sibirien nach Deutschland und in weitere europäische Länder gepumpt.

Nord Stream 2 wurde wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht in Betrieb genommen. Von den Betreibergesellschaften gab es zunächst keine Stellungnahme. Eigner der in der Schweiz ansässigen Betreibergesellschaft von Nord Stream 1, der Nord Stream AG, sind neben dem russischen Staatskonzern Gazprom unter anderem Wintershall DEA und E.ON aus Deutschland.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Bundesrat schickt Biogas-Gesetz zurück an den Nationalrat

11. Juli 2024, Wien
Das Biogas-Gesetz muss noch warten
 - Enzersdorf an der Fischa, APA

Versorger Bulgargaz klagt Gazprom wegen Lieferkürzungen

10. Juli 2024, Sofia/Moskau
Neue Klage gegen Gazprom
 - Saint Petersburg, APA/AFP

Gemischte Reaktionen auf Aus von Biogas-Gesetz

5. Juli 2024, Wien
In einer Biogas-Anlage werden Abfälle zu Methan vergoren
 - Gévezé, APA/AFP

Nach Warnung zu Gazprom-Pfändung: Wien prüft Möglichkeiten

5. Juli 2024, Wien/Budapest/Bratislava
Gazprom-Geld könnte gepfändet werden
 - Saint Petersburg, APA/AFP