Deutschland will Anschluss von Mini-Solaranlagen erleichtern

24. Mai 2023, Berlin

Das deutsche Justizministerium will den Anschluss einer Mini-Solaranlage etwa auf dem Balkon oder an der Hausfassade deutlich erleichtern. Ein Referentenentwurf aus dem Justizministerium, der AFP vorliegt, sieht die Aufnahme solcher Anlagen in den Katalog privilegierter Maßnahmen vor. Damit hätten Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer, Mieterinnen und Mieter einen Anspruch auf Zustimmung für den Betrieb ihrer Anlage.

Das deutsche Wirtschaftsministerium setzt sich zudem dafür ein, dass künftig ein Schuko-Stecker genügt, wie eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Das Wirtschaftsministerium möchte demnach auch, dass Balkon-Solaranlagen „so einfach wie möglich“ gemeldet werden können – bisher ist eine Anmeldung bei der Bundesnetzagentur und beim örtlichen Stromnetzbetreiber nötig.

Die Leistungsgrenze soll außerdem von 600 auf 800 Watt angehoben werden. Das habe das Ministerium in den entsprechenden Normungsgremien angeregt. Die Zeitung „Welt“ hatte zuerst über den Referentenentwurf berichtet.

Die kleinen Solaranlagen sind sehr beliebt, die Anschaffung wird in vielen deutschen Städten oder Bundesländern gefördert. Sie senken die Stromrechnung und tragen zum Klimaschutz bei. Verbraucherschützer und Ende März auch die Energieminister der Länder haben bereits Vereinfachungen bei der Installation der Anlagen gefordert.

APA/ag

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