Kelag investiert 100 Mio. Euro in neues 110-kV-Netz

4. August 2023, Althofen

Kärntens Landesenergieversorger Kelag investiert 100 Mio. Euro in die Erneuerung des 110-kV-Netzes in Mittelkärnten. Konkret geht es um die etwa 40 Kilometer lange Leitung von St. Veit an der Glan über das Krappfeld nach Althofen und weiter nach Wietersdorf und Brückl im Görtschitztal. Für dieses Projekt hat die Kärnten Netz mit den Planungsarbeiten begonnen, teilte die Kelag am Freitag mit. Bereits in Bau ist das neue Umspannwerk der Kärnten Netz in Treibach.

Das Netz im Bezirk St. Veit wurde in der Zeit zwischen 1950 und 1970 errichtet, es muss nun erneuert und verstärkt werden. „Die bestehenden Leitungskapazitäten reichen nicht aus, um die Anforderungen der Kunden in den kommenden Jahrzehnten zu erfüllen“, erklärte Michael Marketz, Geschäftsführer der Kärnten Netz. Der gesamte Raum entwickle sich dynamisch weiter, was einen höheren Strombedarf bedeute – zum Beispiel für Wärmepumpen und E-Autos. Gleichzeitig werde immer mehr Strom aus erneuerbarer Energie, wie zum Beispiel von Photovoltaikanlagen, in das Netz eingespeist.

Bereits im Februar 2023 hatte die Kärnten Netz mit dem Neubau des Umspannwerkes Treibach begonnen, es soll noch heuer in Betrieb gehen, in dieses Projekt werden 20 Mio. Euro investiert. Was die 110-kV-Leitung angeht, so prüfen die Techniker der Kärnten Netz in einem Trassenkorridor den neuen Verlauf der 110-kV-Leitung. Der Korridor verläuft zwischen St. Veit an der Glan und Treibach in der Nähe der bestehenden 110-kV-Leitung, zwischen Treibach und Wietersdorf, sowie in Richtung Brückl wird eine neue Trasse gesucht, weil die bestehende Leitung in mehreren Orten von Wohnhäusern unterbaut worden ist. „Bei den Planungen der Trasse wollen wir ständig bewohnten Gebäuden ebenso ausweichen wie Schutzgebieten“, hieß es von der Kelag.

APA

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