TotalEnergies steigt bei CO2-Speicher in Norwegen ein

22. August 2023, La Defense

Der französische Energiekonzern TotalEnergies steigt bei einem weiteren Projekt zur Einlagerung von CO2 am Meeresgrund in Norwegen ein. Der Konzern habe 40 Prozent der Anteile einer Erkundungslizenz für CO2-Speicher in der Nordsee vor Bergen gekauft, erklärte TotalEnergies am Dienstag. Das ExL004 genannte Projekt wird von der norwegischen Tochter der deutschen Wintershall DEA betrieben. Das Unternehmen hält die restlichen 60 Prozent der Anteile.

„Die Genehmigung ExL004 umfasst ein Gebiet von 453 Quadratkilometern in 200 Metern Wassertiefe rund 120 Kilometer vor Bergen“, erklärte TotalEnergies. Das Gebiet grenzt an ein für ein weiteres CO2-Speicher-Projekt ausgewiesenes Gebiet. Dieses Northern Lights betitelte Projekt gehört zu gleichen Teilen TotalEnergies, Equinor und Shell und soll 2024 starten.

Der Einstieg bei ExL004 „ist ein wichtiger Schritt für das Wachstum unseres CO2-Speichergeschäfts“, erklärte Arnaud Le Foll von Total. „Vorbehaltlich einer positiven Exploration könnte diese Genehmigung die Speicherung von mehreren hundert Millionen Tonnen CO2 ermöglichen, die aus den Industriesektoren stammen, die in Europa am schwierigsten zu dekarbonisieren sind.“

Die sogenannte CCS-Technologie zu Abscheidung und Einlagerung von CO2 soll die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehenden Emissionen dauerhaft binden und so zum Klimaschutz beitragen. Unter Umweltschützern und Wissenschaftern ist die Technologie umstritten. Die Verflüssigung und Einspeicherung von CO2 ist selbst sehr energieintensiv. Darüber hinaus sehen Kritiker CCS als Scheinlösung, die das globale Grundproblem zu hoher CO2-Emissionen nicht beseitigen kann.

APA/ag

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