Mit EU-Mitteln können 12 Firmen 55.000 t CO2/Jahr einsparen

6. September 2023, Wien

Zwölf österreichische Unternehmen können mit EU-Geldern Projekte umsetzen, die in Summe zur Einsparung von 55.000 Tonnen CO2 pro Jahr führen werden, teilte der Klima- und Energiefonds am Mittwoch mit. Dafür fließen 41 Mio. Euro aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (Recovery and Resilience Facility – RRF) der Europäischen Union und werden über das Programm „Transformation der Wirtschaft“ des Klima- und Energiefonds zugeteilt.

Die Hälfte der Treibhausgas-Einsparungen entfällt auf die Zellstoff- und Papierfabrik Sappi in der Steiermark, wo der größte Industriekessel statt mit Erdgas mit Biogas betrieben werden soll. Das alleine soll jährlich 28.600 Tonnen CO2-Äquivalent einsparen. Dahinter folgen Einsparungen bei Mondi im Kematen/Ybss durch Effizienzsteigerungen bei der Energienutzung (8.500 Tonnen CO2-Äquivalente) sowie bei der Energie AG Oberösterreich, die die Fernwärmeversorgung in St. Pantaleon von Erdgas auf Biomasse umstellt (5.500 Tonnen).

Es handelt sich um die zweite Ausschreibung des Programms „Transformation der Wirtschaft“, in der ersten Runde war in zwei Firmen eine Reduktion um zusammen jährlich 4.200 Tonnen CO2-Äquivalent gefördert worden. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) bedankte sich bei „allen Unternehmen, die sich hier engagieren und den Weg in ein klimaneutrales Österreich mit uns gehen“. Die produzierende Wirtschaft und Energiewirtschaft sei zentral für die Erreichung der Klimaziele.

Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Bernd Vogl wies darauf hin, dass die Einreichungen für diese Ausschreibung von der Lebensmittelproduktion über Energieversorger bis hin zur metallverarbeitenden Industrie gereicht hätten. „Der Wille, Klimaneutralität zu gestalten, ist in Österreichs Wirtschaft da – mit dieser Förderung unterstützen wir nun zielgenau Projekte, die langfristig Treibhausgase einsparen und den Standort Österreich absichern“, so Vogl.

APA

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