IG Windkraft – Wind-Ausbau stockt mangels Förderung

29. September 2023, Wien
Ausbau stockt wegen fehlender Zuschüsse
 - Jacobsdorf, APA/dpa

Für den Ausbau der Windkraft gibt es fertige Projekte in der Schublade, die aber wegen der aus Sicht der Betreiber zu niedrigen Förderung nicht umgesetzt werden. Seit Dezember 2022 seien Förderungen für Windräder mit 556 Megawatt Leistung ausgeschrieben, aber davon nur 198 MW vergeben worden, rechnete die IG Windkraft am Freitag vor.

100 Windräder mit einer Leistung von 450 MW seien schon jetzt bereit, um an einer Ausschreibung teilzunehmen – wenn die Förderbedingungen passen. „Weitere 100 Anlangen stehen kurz davor. Darüber hinaus haben 70 Windräder mit einer Leistung von 500 MW heuer mit der Genehmigung begonnen“, so die IG Windkraft, die eine Erhöhung der Förderung um 12,9 Prozent fördert. Bei der jüngsten Ausschreibung für neue Windkraftanlagen war kein einziger Antrag eingegangen.

Die Förderung sei dabei „weniger ein Fördersystem als ein Garantiesystem, damit eine Finanzierung der Projekte überhaupt möglich ist“, so Fritz Herzog, Obmann der IG Windkraft. Sie sei die Absicherung, dass die Finanzierungskosten auch bei stark fallenden Strompreisen noch gedeckt werden können. Angesichts der aktuell hohen Strompreise fließe derzeit überhaupt kein Fördergeld. Vielmehr müssten Windradbetreiber einen Teil ihrer Erlöse an die Förderstelle abgeben.

Die Branche macht geltend, dass der Bau von Windrädern um 40 Prozent teurer sei als noch vor zwei Jahren. Für diese Mehrkosten sei eine Absicherung nötig. Sonst baue sich eine „Warteschlange“ mit baureifen Projekten auf.

APA

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