Shell rechnet bis 2040 mit 50 Prozent höherer LNG-Nachfrage

14. Feber 2024, London/Singapur
LNG-Tanker auf Hoher See
 - Fos-sur-Mer, APA/AFP

Die weltweite Nachfrage nach Flüssiggas (LNG) wird nach Einschätzung des britischen Energiekonzerns Shell bis 2040 um mehr als 50 Prozent zulegen. Treiber seien vor allem China und Länder in Süd- und Südostasien, die LNG zur Unterstützung ihres Wirtschaftswachstums nutzten, teilte Shell in seinem jährlichen Bericht zum LNG-Ausblick mit. Im Jahr 2023 sei der weltweite LNG-Handel um 1,8 Prozent auf 404 Millionen Tonnen gestiegen.

„China wird in diesem Jahrzehnt wahrscheinlich das Wachstum der LNG-Nachfrage dominieren, da seine Industrie versucht, Kohlenstoffemissionen durch die Umstellung von Kohle auf Gas zu senken“, sagte Steve Hillt von Shell Energy. Chinas kohlebasierter Stahlsektor verursache mehr Emissionen als die Gesamtemissionen des Vereinigten Königreichs, Deutschlands und der Türkei zusammen. Laut Prognosen vom Marktforschungsunternehmen ICIS sowie von der Beratungsgesellschaft Rystad werden Chinas LNG-Importe im Jahr 2024 voraussichtlich wieder auf fast 80 Millionen Tonnen ansteigen, von etwa 70 Millionen Tonnen im Jahr 2023, und damit den Rekord von 78,8 Millionen Tonnen aus dem Jahr 2021 übertreffen.

Mittelfristig erfordere vor allem die Nachfrage in Asien ein erweitertes Flüssiggas-Angebot. Dafür seien erhebliche Investitionen in die Infrastruktur für den Gasimport erforderlich. Die Preise für Flüssigerdgas sind nach einem im Jahr 2022 erreichten Allzeithoch in Folge des Ukraine-Krieges wieder deutlich zurückgegangen.

APA/ag

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