EU-Parlament nickt Überwachung von CO2-Entnahme aus Luft ab

11. April 2024, Brüssel
Verordnung deckt auch dauerhafte CO2-Speicherung ab, im Bild Pilotprojekt in Island
 - Wien, APA/BKA

Die Entnahme von Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre soll in der EU künftig besser quantifiziert und überwacht werden. Die EU-Abgeordneten gaben am Mittwoch in Brüssel grünes Licht für einen sogenannten Zertifizierungsrahmen für den Kohlenstoffabbau. Damit sollen der hochwertige Kohlenstoffabbau gefördert und sogenanntes Greenwashing verhindert werden.

Die Verordnung deckt zudem verschiedene Arten der CO2-Entnahme ab, unter anderem die dauerhafte Speicherung des Gases durch industrielle Technologien. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten hatten sich im Jänner auf entsprechende Pläne verständigt. 

Grundlage der Verhandlungen war ein Vorschlag der EU-Kommission. Zwar sei es am wichtigsten, weniger CO2 zu emittieren, hatte es von der Brüsseler Behörde geheißen. Gleichzeitig müssten verbleibende Emissionen aber ausgeglichen werden – etwa indem CO2 aus der Atmosphäre entfernt wird. Ein EU-weiter Rahmen stelle Anforderungen an die Überprüfung und Zertifizierung der CO2-Entnahme durch Dritte und stärke so die Transparenz und Glaubwürdigkeit der Zertifizierungsverfahren. 

Die neuen Regeln trügen zum Ziel der EU bei, bis 2050 klimaneutral zu sein, teilte das Parlament mit. Sie müssen nun auch noch von den EU-Staaten formal angenommen werden, bevor sie in Kraft treten können.

APA/dpa

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