Slowenien steigert seine Gaslieferungen aus Algerien

28. Mai 2024, Ljubljana
Das algerische Gas wird über Italien nach Slowenien geliefert
 - Istanbul, APA/AFP/EPA

Slowenien steigert seine Gaslieferungen aus Algerien. Der Gasversorger Geoplin und die staatliche algerische Öl- und Gasgesellschaft Sonatrach unterzeichneten gestern, Montag, eine Zusatzvereinbarung, mit der die bestehenden Lieferungen um zusätzliche 200 Mio. Kubikmeter auf 500 Mio. Kubikmeter pro Jahr erhöht werden. Slowenien wird so mit dem Gas aus dem nordafrikanischen Land rund die Hälfte seines Jahresbedarfs decken, teilte das slowenische Infrastrukturministerium mit.

Seit Anfang 2023 bezieht Slowenien rund 300 Millionen Kubikmetern algerischen Erdgas pro Jahr, das über Italien geliefert wird. Damit wird etwa ein Drittel des jährlichen Bedarfs gedeckt. Die restlichen zwei Drittel wurden bisher mit Gasimporten über Österreich bezogen, wobei das Gas hauptsächlich aus Russland stammte.

Der bestehende Vertrag aus dem Jahr 2022, der nun anlässlich eines Besuchs des slowenischen Regierungschefs Robert Golob in Algerien ergänzt wurde, läuft Ende 2025 aus. Slowenien erklärte sich bereit, auch danach Gaslieferungen aus Algerien zu beziehen.

Slowenien hat von 1992 bis 2012 bereits Gas aus Algerien importiert. Damals hat Geoplin damit ebenfalls rund ein Drittel des slowenischen Jahresbedarfs gedeckt. Nach 2012 hat man wegen hohen Preisen auf Gaslieferungen aus Algerien verzichtet und sich vollständig auf russisches Gas angelehnt. Infolge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine und der daraus folgenden Energiekrise wurde 2022 die Partnerschaft mit Algerien wiederbelebt.

APA

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