Verbund kooperiert mit TotalEnergie und Eren in Tunesien

28. Mai 2024, Wien/Paris/Tunis
Grüner Wasserstoff soll über Pipelines nach Europa kommen
 - Wien, APA/THEMENBILD

Der heimische Energieversorger Verbund bereitet den Boden für die Lieferung von grünem Wasserstoff aus Tunesien weiter auf. Ein Joint Venture zwischen der französischen TotalEnergies und Eren Groupe namens TE H2 und der Verbund unterzeichneten eine Absichtserklärung mit der Republik Tunesien, um ein Großprojekt für den Export von Wasserstoff über Pipelines nach Mitteleuropa zu prüfen, wie der österreichische Konzern am Dienstag in einer Aussendung mitteilte.

Im Rahmen des Projekts „H2 Notos“ ist den Angaben zufolge die Produktion von grünem Wasserstoff mit Hilfe von Elektroyseuren geplant, die durch große Wind- und Solarprojekte an Land betrieben und mit entsalztem Wasser versorgt werden sollen. In der Anfangsphase sollen demnach jährlich rund 200.000 Tonnen grüner Wasserstoff in Südtunesien erzeugt werden. Später soll das Volumen auf 1 Million Tonnen pro Jahr erhöht werden.

Das Projekt werde über den „SoutH2 Corridor“, ein Wasserstoff-Pipeline-Projekt, das Nordafrika mit Italien, Österreich und Deutschland verbinde und voraussichtlich um 2030 in Betrieb genommen werde, Zugang zum europäischen Markt haben, erklärte der Verbund.

Gemeinsam mit dem Verbund werde das Joint Venture die Entwicklung, die Finanzierung, die Errichtung und den Betrieb des integrierten Projekts von der Erzeugung von grünem Strom bis hin zur Produktion von grünem Wasserstoff leiten. Der Verbund soll zudem den Transport des erzeugten Wasserstoffs nach Mitteleuropa koordinieren.

TE H2 ist den Angaben zufolge ein 80/20-Joint-Venture, das von TotalEnergie und der EREN Groupe gegründet wurde und sich auf die Entwicklung und Strukturierung von Großprojekten im Bereich grüner Wasserstoff an Standorten spezialisiert hat, „die über außergewöhnliche erneuerbare Ressourcen verfügen, zum Beispiel in Nordafrika, Lateinamerika und Australien“.

APA

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