Lkw-Bauer Scania steigt in Geschäft mit Ladesäulen ein

11. Juni 2024, Södertälje
Scania will mit Erinion 40

Der schwedische Lkw-Bauer Scania steigt in das Geschäft mit Ladesäulen und Strom für elektrische Lastwagen ein. Die Traton-Tochter gründete dazu nach Angaben vom Dienstag ein Tochterunternehmen, das sich auf Ladelösungen in den Depots und Logistikzentren der Lkw-Kunden konzentriert. Der zuständige Scania-Manager Gustaf Sundell sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Ziel sei es, bis 2030 weltweit 40.000 Lademöglichkeiten aufzubauen.

Das neue Unternehmen Erinion sei zunächst in Schweden, Norwegen, Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland vertreten und werde seine Dienste später weltweit ausbauen. Scania, das über Traton zum Volkswagen-Konzern gehört, arbeite bei den Ladelösungen mit einer Reihe von Partnern zusammen, sagte Sundell, und biete je nach Nachfrage auch Stromverträge an. Dazu kämen stationäre Batterien, die die nötigen Strommengen für das Laden der Lastwagen auch bei schwächeren Leitungen gewährleisteten. „Wir haben in den vergangenen Jahren in einem kleineren Umfang Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt und wollen das Geschäft nun hochfahren.“

Die Schweden versprechen sich von dem Geschäft zusätzliche Einnahmen. Sundell verwies darauf, dass der Treibstoff für die Lastwagen einen großen Teil der Ausgaben der Kunden ausmache. Dieses Geld lande bisher bei der Mineralölindustrie. „Das ist für uns eine Wachstumschance und eine gute Ergänzung für Scania“, betonte er.

Lkw-Bauer wie Scania oder Daimler Truck haben elektrische Langstrecken-Lastwagen vorgestellt und die Serienproduktion von kleineren Fahrzeugen für den Verteilerverkehr aufgenommen. Dennoch sind bisher kaum elektrische Lastwagen auf den Straßen unterwegs. Neben dem hohen Anschaffungspreis für die Fahrzeuge spielen dabei unzureichende Lademöglichkeiten eine wichtige Rolle. Scania hat sich selbst zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 jeder zweite in Europa verkaufte Lkw ein Elektrofahrzeug ist.

APA/Reuters

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