Neues COMET-Kompetenzzentrum an TU Graz erhält 19 Mio. Euro

9. Juli 2024, Graz
Batterie eines E-Autos
 - Zwickau, APA/dpa-Zentralbild

Das österreichische COMET-Programm fördert ein neues Kompetenzzentrum: In „Battery4Life“ will ein Konsortium unter der Federführung der Technischen Universität Graz Batterien insbesondere für die Fahrzeugmobilität sicherer, langlebiger und nachhaltiger machen. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die Länder Steiermark und Oberösterreich sowie Firmen investieren dafür in den kommenden vier Jahren knapp 19 Mio. Euro, wie die TU Graz am Dienstag informierte.

Das neue COMET-Kompetenzzentrum zielt auf die Herausforderungen der Elektromobilität und der nachhaltigen Entwicklung ab. Der Umstieg auf E-Mobilität gilt als einer der zentralen Bausteine, um Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius Zuwachs einzudämmen. Dazu müssen Batterien für E-Autos robust und langlebig sein, umweltschonend hergestellt, recycelbar und idealerweise auch noch wiederverwertbar sein.

„Angesichts der Vielzahl von Batterietypen ergibt sich ein wachsender Forschungsbedarf zum sicheren Betrieb in verschiedensten Einsatzbereichen und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagte Christian Ellersdorfer, Leiter der Projekts SafeLIB am Institut für Fahrzeugsicherheit. In diesem soll die Sicherheit und der ökologische Fußabdruck von Lithium-Ionen-Batterien verbessert werden. Auf dieses Projekt baut das neue COMET-Zentrum „Battery4Life“ auf.

In Graz kann das Forschungsteam auch auf ein spezielles Testzentrum im Bereich Batteriesicherheit (Battery Safety Center Graz) zurückgreifen, für welches das Institut für Fahrzeugsicherheit neue experimentelle Ansätze und virtuelle Verfahren entwickelt hat. Diese sollen durch die Forschenden in „Battery4Life“ weiter optimiert und um Ansätze der künstlichen Intelligenz (KI) erweitert werden. Damit möchte man noch präzisere Vorhersagen mit weniger Experimenten und geringerer Rechenleistung erzielen.

Zu den Partnern zählen zahlreiche Institute der TU Graz sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Österreich, Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz und den USA sowie Unternehmenspartner. Diese wollen in den vorgesehenen vier Jahren rund neun Mio. Euro investieren. Beteiligt sind u. a. AVL List, AVL DiTEST, Infineon, Fronius, Magna Steyr, Audi, BMW und Porsche. Die FFG fördert das Vorhaben mit insgesamt rund 6,5 Millionen Euro, das Land Steiermark steuert 2,6 Millionen Euro und Oberösterreich 0,6 Millionen Euro bei.

APA

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