Treffen von Italien und Deutschland zu grünem Wasserstoff

9. Juli 2024, Rom
Entwicklung eines europäischen Marktes für grünen Wasserstoff
 - Laage, APA/dpa-Zentralbild

Italien und Deutschland wollen die Energiewende fördern, indem sie sich unter anderem auf die Entwicklung eines europäischen Marktes für grünen Wasserstoff konzentrieren. Das Thema wurde am Dienstag beim bilateralen Treffen „German-Italian Energy Forum 2024“ (GIEF 2024) in Rom besprochen, das von ITKAM, der Italienischen Handelskammer für Deutschland, in Rom organisiert wurde.

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland im Bereich der erneuerbaren Energien zu stärken, mit besonderem Schwerpunkt auf grünem Wasserstoff, hieß es in einer Presseaussendung am Dienstag. Die beiden Länder haben im vergangenen Jahr eine Vereinbarung zur Entwicklung eines europäischen Marktes für grünen Wasserstoff unterzeichnet.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht das Projekt „SouthH2 Corridor“ das von der Europäischen Kommission als PCI (Project of Common Interest) anerkannt wurde. Es handelt sich um den Bau einer 3.300 Kilometer langen Pipeline für den Transport von grünem Wasserstoff von Afrika nach Europa, mit Italien und Deutschland als Hauptumschlagsplätze. Diese Pipeline, die bis 2030 in Betrieb genommen werden soll, läuft auch über Österreich und wird eine Importkapazität von vier Millionen Tonnen pro Jahr haben.

Für den Bau des „SouthH2 Corridor“ hat die italienische Regierung einen Ausschuss eingesetzt, der den Fortschritt der Arbeiten durch die Erstellung eines Jahresberichts überwacht. Der italienische Abschnitt der Pipeline wird insgesamt 2.300 Kilometer umfassen, wovon 27 Prozent von Grund auf neu entwickelt werden und 73 Prozent auf das bestehende Netz zurückgreifen, das erneuert und modernisiert werden soll und so eine Kostenreduzierung ermöglicht.

Italien spielt aufgrund seiner strategischen geografischen Lage und seines bestehenden Infrastrukturnetzes eine entscheidende Rolle im Energiebereich. Das Land hat bereits Investitionen in Höhe von 3,64 Mrd. Euro in die Einrichtung von 52 sogenannten „Hydrogen Valleys“ gesteckt und arbeitet an zahlreichen Industrieprojekten zur Integration von grünem Wasserstoff in Produktionsprozesse und Transport. Bis 2026 sollen 48 Tankstellen für den Straßenverkehr und acht für den Schienenverkehr in Betrieb genommen werden, um ein Netzwerk von Versorgungsinfrastrukturen aufzubauen.

APA

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