
Im Juli senkt die Tigas den Gaspreis um 10 bis 15 Prozent. Unterdessen verzögert sich in Hochfilzen der Netz-Lückenschluss mit Salzburg.
Jedes Jahr im Juli setzt die Tigas ihren neuen Gaspreis fest. Basis dafür sind die Börsenpreise der vergangenen 12 Monate bis Ende März. Somit steht nun fest: Im Sommer wird der landeseigene Gasversorger den Gaspreis senken, bestätigt Tigas-Geschäftsführer Georg Tollinger.
Noch würden letzte Berechnungen angestellt, der Netto-Arbeitspreis werde im Juli aber um 10 bis 15 Prozent von derzeit etwa 6 auf rund 5 Cent je Kilowattstunde (kWh) sinken. Den exakten Gaspreis werde man nach Ostern wissen, so Tollinger. Unterm Strich werde sich ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh im Vergleich zu heute etwa 130 Euro im Jahr ersparen, rechnet Tollinger vor.
Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Ersparnis unterm Strich aber geringer aus. Denn mit Jahresbeginn hat der Bund die CO2 -Abgabe und die Erdgasabgabe erhöht, auch die von der E-Control vorgegebene Gasnetz-Gebühr wurde teurer. Dafür entfällt die deutsche Gasspeicherumlage, die bisher auch den Tirolern verrechnet wurde. Berücksichtigt man diese Änderungen, erspare sich der Tiroler Standardkunde ab Juli im Vergleich zum Jahr davor etwa 26 Euro im Jahr, so Tollinger.
Unterdessen verzögert sich der Zusammenschluss des Tiroler Gasnetzes mit dem Salzburger Netz in Hochfilzen. In Salzburg schreite der Leitungsbau bis Hochfilzen voran, so Tollinger. Auf Tiroler Seite fehle aber noch der Bescheid für die neue Station in Hochfilzen, wo die beiden Leitungen zusammengeführt werden. Der Lückenschluss sollte im Frühjahr 2026 vollzogen sein.
Tiroler Tageszeitung