Kalte Witterung und geopolitische Risiken: Europäischer Gaspreis setzt Höhenflug fort.
Der Preis für europäisches Erdgas hat seinen jüngsten Höhenflug zum Wochenstart ungebremst fortgesetzt. An der Börse in Amsterdam wurde der richtungsweisende Terminkontrakt TTF für europäisches Erdgas zur Auslieferung in einem Monat bei 43,15 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das waren um 7,7 Prozent mehr als am Freitag. Im laufenden Jahr hat sich der Preis damit um mehr als 50 Prozent erhöht.
Seit rund zwei Wochen geht es mit dem Gaspreis stark nach oben. Treiber sind niedrige Temperaturen in weiten Teilen Europas mit einem höheren Gasverbrauch, der auf vergleichsweise niedrige Füllstände der Gasspeicher trifft. Zuletzt ist auch der Gaspreis in den Vereinigten Staaten deutlich gestiegen, was die Notierungen am europäischen Markt mit nach oben zog.
In Österreich waren die Gasspeicher zum Wochenende zu 52 Prozent gefüllt, nach 67 Prozent vor einem Jahr. Die Lage ist mit jener kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 nicht vergleichbar. Damals war der Füllstand unter 13 Prozent gesunken, die Wiederbefüllung und Drohungen vor Lieferkürzungen hatten den Gaspreis damals auf über 300 Euro pro Megawattstunde nach oben getrieben.
Kleine Zeitung




