Slowakei will gegen EU-Importstopp für russisches Gas klagen

27. Jänner 2026, Bratislava
Slowakischer Ministerpräsident Robert Fico
 - Esztergom, APA/AFP

Nach Ungarn will auch die Slowakei einem Medienbericht zufolge den von der EU beschlossenen Einfuhrstopp für russisches Gas gerichtlich anfechten. Man wolle dagegen vorgehen, dass der Beschluss mit qualifizierter Mehrheit angenommen worden sei, kündigte Ministerpräsident Robert Fico laut dem Nachrichten-Portal Dennik N an. Auch Ungarn hatte zuvor erklärt, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen das Verbot klagen zu wollen.

Beide Länder, die auf ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen verweisen und trotz des Ukraine-Kriegs engere Beziehungen zu Moskau pflegen, hatten am Montag gegen den Importstopp gestimmt. Die EU will die Gasgeschäfte mit ihrem früheren Hauptlieferanten beenden und Russland eine wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung des Kriegs gegen die Ukraine entziehen. Das Gesetz sieht vor, den Import von russischem Flüssigerdgas (LNG) bis Ende 2026 und den Bezug von Pipeline-Gas bis Ende 2027 einzustellen.

APA/Reuters