Interessenten aus Österreich können ihre Dächer und Grundstücke verpachten.
Bis 2035 will die Energie AG zusätzliche 460 Gigawattstunden pro Jahr an Sonnenstrom erzeugen. Damit sollen Zehntausende Haushalte versorgt werden. Nun startet der Energieversorger zum ersten Mal einen öffentlichen Aufruf: In ganz Österreich werden Flächen – sowohl Dächer als auch Freiflächen – für die Errichtung von PV-Anlagen gesucht. Interessierte können ihre Flächen online anbieten, die dann von Experten der Energie AG geprüft werden.
Der Landesenergieversorger werde passende Flächen pachten und sich dann um Planung, Genehmigung, die Errichtung und den Betrieb der Anlagen kümmern, heißt es. Damit Dächer in Frage kommen, müssen sie mindestens 5000 Quadratmeter groß sein. Grundstücke, auf denen Agri-PV-Anlagen errichtet werden sollen, müssen mindestens drei Hektar ausweisen. Dabei werden Lebensmittelproduktion und Stromerzeugung kombiniert. Auch ehemalige Deponiestandorte kämen in Frage.
Höhe der Pacht
Die Flächen würden im Eigentum der Besitzer bleiben. Die Höhe der Pacht werde je nach Projekt festgelegt, sie hängt etwa von der Größe der Anlage oder der eingesetzten Technologie ab. In der Regel würden die angebotenen Zahlungen deutlich über klassischen landwirtschaftlichen Pachtpreisen liegen, heißt es von einer Sprecherin der Energie AG.
Darüber hinaus arbeite das Unternehmen in Gemeinden mit geplanten Agri-PV-Anlagen an regionalen Strombezugsmodellen. Sie sollen es Kunden in der jeweiligen Gemeinde ermöglichen, direkt vom lokal erzeugten Sonnenstrom zu profitieren. „Mit der Flächenvermietung für Photovoltaikanlagen bieten wir eine einfache und partnerschaftliche Möglichkeit, aktiver Teil der Energiewende zu werden. Gemeinsam erzeugen wir sauberen Strom vor Ort, stärken die regionale Wertschöpfung und treiben den Ausbau von Sonnenstrom konsequent voran“, sagt Peter Stöckler, Geschäftsführer der Energie AG Erzeugung.
Laut Daten der E-Control betrug die gesamte Stromerzeugung aus Photovoltaik 2024 in Österreich 8143 Gigawattstunden. Auf Oberösterreich entfiel ein Anteil von 22,5 Prozent – der zweite Platz hinter Niederösterreich.
(miv)
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