Eni denkt an Joint Venture für Handel mit Öl und Gas

20. Feber 2026, Rom
Internationaler Partner wird gesucht
 - Abu Dhabi, APA/AFP

Der italienische Energiekonzern Eni prüft die Rückkehr in den Handel mit Öl und Gas, um die Profitabilität des Konzerns zu steigern – nach dem Vorbild von Wettbewerbern wie BP, Shell und TotalEnergies. Konzernchef Claudio Descalzi führt Gespräche mit mehreren Rohstoffhändlern, darunter dem Schweizer Unternehmen Mercuria, einem der weltweit größten Rohstoffhändler, über die mögliche Gründung eines Joint Ventures, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung „Milano e Finanza“.

Der Energiehandel – insbesondere mit Derivaten wie Futures und Optionen – sei zunehmend wettbewerbsintensiv. Descalzi betonte jedoch, dass die Förderung von Öl und Gas Eni zu einem attraktiven Partner mache. Eni habe verschiedene Marktteilnehmer sondiert. Die meisten Konzerne seien an einem Joint Venture interessiert, das ihre kommerzielle und logistische Expertise mit den Öl- und Gasströmen des italienischen Konzerns verbinde.

Mögliche Trading-Einheit soll unabhängig operieren

Descalzi bezeichnete das Vorhaben als „schwierig“ und betonte, Eni werde nur unter geeigneten Bedingungen vorgehen. Eine mögliche Trading-Einheit würde unabhängig vom Mutterkonzern operieren.

Darüber hinaus prüft Eni weitere Deals zur internationalen Expansion. „Wir müssen größer werden“, erklärte Descalzi. Zuletzt fusionierte Eni seine Aktivitäten in Großbritannien mit Ithaca Energy gegen eine Beteiligung am neuen Unternehmen und brachte die norwegischen Vermögenswerte von Neptune Energy in die Tochter Vår Energi ein.

APA