
Die Strompreise dürften nach dem Aus der diversen Preisbremsen das ganze Jahr über die Teuerung in Österreich anheizen.
Die Inflation in Österreich bleibt hoch, erst recht im Vergleich zur Eurozone. Die Teuerung lag hierzulande im Februar bei 3,2 Prozent und war damit gleich hoch wie im Jänner.
Besonders Strom verteuerte sich im Jahresvergleich kräftig, die Strompreise waren im Februar um 35,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Dies vor allem deshalb, weil mit Jahresbeginn die Strompreisbremse sowie Strom-und Netzkostenzuschüsse für gewisse Haushalte ausgelaufen sind und die Netzentgelte erhöht wurden. „Der Einfluss der Strompreise auf die Inflation wird sich noch bis Jahresende auswirken“, sagt Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
Generell heizen die Kosten rund ums Wohnen die Inflation an. Die Preise für Wohnung, Wasser und Energie kletterten im Jahresvergleich um 5,2 Prozent nach oben. Besonders die Haushaltsenergie stach mit einer Teuerung von 8 Prozent hervor. Das lag auch an den Gaspreisen: „Seit Jänner sind für Gas höhere Netzentgelte, Erdgasabgaben sowie eine gestiegene CO2 -Steuer wirksam“, erinnert die Statistik Austria. Auch im Tourismus zogen die Preise kräftig an. Die Preise in Restaurants und Hotels wurden durchschnittlich um 6 Prozent angehoben.
Der Mikrowarenkorb, der den täglichen Einkauf widerspiegelt und überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält, war im Februar im Jahresvergleich um 3,9 Prozent teurer.
In vielen anderen europäischen Ländern ist die Inflationsrate deutlich niedriger als in Österreich. In der Eurozone stiegen die Verbraucherpreise im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich um 2,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Am niedrigsten war die Teuerung in Frankreich mit plus 0,9 Prozent. Estland mit einem Plus von 5,1 Prozent verzeichnete dagegen die höchste Preissteigerung.
Hartnäckig hoch hält sich die Inflation in den USA. Dort verharrt die Teuerung zwischen 4,25 und 4,50 Prozent. Angesichts der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump dürfte sich dort die Lage kaum entspannen.
„Der Einfluss der Strompreise auf die Inflation wird sich noch bis Jahresende auswirken.“
Tobias Thomas (Generaldirektor Statistik Austria)
tiroler Tageszeitung Imst