Die Europäische Wasserstoffbank hat das Projekt der OMV positiv bewertet. Nun haben OMV und die Förderbank der Republik, die Austria Wirtschaftsservice GmbH, einen Fördervertrag unterzeichnet.
Sie wird die größte Wasserstoff-Anlage Österreichs und die fünftgrößte Europas: Das OMV-Projekt in Bruck soll Ende 2027 in Betrieb gehen und 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff jährlich erzeugen. Die genauen Kosten hat die OMV noch nicht benannt, es wird aber von einem Investitionsvolumen von mehreren hundert Millionen ausgegangen.
Nun haben die OMV und die Förderbank des Bundes Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) einen Fördervertrag für die geplante Anlage unterzeichnet, der eine Produktionsförderung von bis zu 123 Millionen Euro sicherstellt. Das Vorhaben wurde zuvor von der European Hydrogen Bank (EHB), der Europäischen Wasserstoffbank, positiv bewertet und für eine Förderung empfohlen. Das Projekt leistet einen entscheidenden Beitrag zur österreichischen Wasserstoffstrategie und zur OMV-Strategie 2030.
Ein starkes Signal für die Zukunft
„Die positive Bewertung durch die Europäische Wasserstoffbank und die daraus resultierende Förderung der Republik Österreich unserer Anlage für grünen Wasserstoff, ist ein starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung und für den Standort Österreich. Mit unserem Projekt setzen wir einen Meilenstein für die Energiewende in Europa und zeigen, wie OMV Innovation und Verantwortung vereint“, sagt OMV-Vorstandsvorsitzender Alfred Stern. Mit der neuen Wasserstoffanlage, die mit erneuerbarer Energie aus Wind- und Solarkraft gespeist wird, sollen künftig bis zu 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
„Durch eine lokale Erzeugung von grünem Wasserstoff leistet diese Anlage, die über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt mit der OMV Raffinerie Schwechat verbunden ist, einen maßgeblichen Beitrag zu unserer Dekarbonisierung“, kommentiert Martijn van Koten, OMV Executive Vice President, Fuels und Chemicals.
Im November 2025 haben OMV und Masdar, ein weltweit führendes Unternehmen für erneuerbare Energie aus den Vereinten Arabischen Emiraten, eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Davon umfasst ist die Finanzierung, die Errichtung und der Betrieb der 140 MW Elektrolyseanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff in Bruck. Der endgültige Abschluss des Joint Ventures wird für Anfang 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt des Abschlusses der finalen Unterlagen, der Zustimmung der Anteilseigner sowie behördlicher Genehmigungen.
Von Susanne Müller
NÖN Niederösterreichische Nachrichten



