
Der Emissionshandel der EU (EU-ETS) und die nationale CO2-Bepreisung haben dem österreichischen Staat im vergangenen Jahr insgesamt rund 1,7 Mrd. Euro eingebracht. Das berichtete „Die Presse“ am Donnerstag unter Verweis auf Zahlen aus dem Finanzministerium. Die Einnahmen aus der Auktion von Emissionszertifikaten im Rahmen des EU-ETS summierten sich auf 302,6 Mio. Euro, die nationale CO2-Bepreisung lukrierte 1,42 Mrd. Euro.
Das europäische Emissionshandelssystem (EU-Emissions Trading System, EU-ETS) besteht seit 2005 und umfasst die Energiewirtschaft, die Industrie sowie Teile des Flug-und Seeverkehrs und deckt damit rund 40 Prozent des Treibhausgasausstoßes der EU ab. In Österreich sind laut der beim Umweltbundesamt angesiedelten österreichischen Emissionshandelsregisterstelle rund 200 Anlagen davon betroffen. Die größten Treibhausgas-Emittenten hierzulande sind voestalpine, OMV und Wien Energie. Der Preis für pro Tonne CO2 pendelte 2025 rund um die 75-Euro-Marke. 2024 lagen die Einnahmen der Republik Österreich aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten bei rund 313,1 Mio. Euro.
Der deutlich größere Anteil spülte im abgelaufenen Jahr mit 1,42 Mrd. Euro der nationale CO2-Preis in die Staatskasse, wobei darin enthalten auch Auszahlungen aus dem vierten Quartal 2024 sind. Die finalen Zahlen für 2025 stehen im März 2026 fest. Hierzulande lag der CO2-Preis je Tonne 2025 bei 55 Euro. Der nationale CO2-Preis ergänzt den EU-Emissionshandel und wird auf fossile Heiz- und Treibstoffe erhoben, also Benzin, Diesel, Heizöle, Erdgas und Flüssiggas. Die zusätzlichen Kosten für Haushalte wurden ursprünglich mit dem Klimabonus ausgeglichen, der inzwischen aber aufgrund der Budgetsituation abgeschafft wurde.
APA




