
Die USA haben die Sanktionen gegen die venezolanische Ölindustrie gelockert, um die Produktion nach dem Sturz von Präsident Nicolas Maduro wieder anzukurbeln. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag eine allgemeine Genehmigung für Geschäfte mit der Regierung in Caracas und dem staatlichen Ölkonzern PDVSA. Die Erlaubnis umfasst Transaktionen, die für den Verkauf, Transport und die Raffinierung von venezolanischem Öl notwendig sind.
Damit rücken die USA von ihrem ursprünglichen Plan ab, lediglich Einzelfallgenehmigungen zu erteilen. Die hohe Anzahl individueller Anträge hatte Insidern zufolge zuletzt die Pläne verzögert, die Exporte auszuweiten und Investitionen in das Land zu bringen. Konzerne wie Chevron, Repsol, Eni und Reliance Industries hatten sich in den vergangenen Wochen um Lizenzen bemüht, um die Förderung oder die Ausfuhren aus dem Opec-Land auszuweiten. Sie sind Partner oder Kunden von PDVSA.
US-Streitkräfte hatten den venezolanischen Präsidenten Maduro am 3. Jänner gestürzt und festgenommen. Seitdem verfolgt die Regierung von US-Präsident Donald Trump einen ehrgeizigen Wiederaufbauplan für den dortigen Ölsektor im Volumen von 100 Milliarden Dollar. Washington beabsichtigt nach eigenen Angaben, die Ölverkäufe „auf unbestimmte Zeit“ zu verwalten. Bereits im Jänner hatten sich die USA und Venezuela auf ein erstes Abkommen über zwei Milliarden Dollar zur Ausfuhr von Rohöl geeinigt.
APA/Reuters




